wenn der Hot-Dog-Dealer lustige Bildchen auf’s Würstchen malt?
Archiv für September 2009
Muß ich mir Sorgen machen,
29 September 2009Whohoo!!
29 September 20093 Tage
24 September 20093 Tage hat es gedauert, mich allein durch den Berg liegengebliebener Arbeit zu wühlen, den meine urlaubsbedingte Abwesenheit hat entstehen lassen. Da fragt man sich doch, warum man überhaupt in den Urlaub geht. Und wenn sich dann erst mal rumgesprochen hat, daß man wieder zur Verfügung steht, hört das Telefon nicht mehr auf zu klingeln, weil alle ganz schnell ihre Sorgen loswerden müssen, die sich laaange drei Woche sonst keiner anhören wollte. *Seufz*
Chef wird langsam eigenartig auf seine alten Tage. Irgendwie scheint er die Freuden der Bürokratie für sich entdeckt zu haben, jedenfalls will jetzt andauernd für jeden Scheiß „Statusmeldungen“ und „Zwischeninfos“ und muß jedes Problem haarklein erklärt kriegen. *Doppelseufz*
Überhaupt ist das Problem mit der Arbeit ja eigentlich nicht, daß man sich anstrengen muß, um einen einigermaßen gesicherten Lebensunterhalt zu verdienen, und auch nicht, daß man ein ganze Reihe von Sachen lieber täte, als arbeiten. Nein, das wahre Problem der Lohnarbeit besteht in der Fremdbestimmung. Ich erklär das mal kurz: Früher, als der Mensch noch fröhlich durch die Steppen und Wälder zog, und nur so lange an einem Ort blieb, wie es dort ausreichend Mammuts und Kannichen gab, wurde die Notwendigkeit zur Arbeit ausschließlich von den elementarsten Bedürfnissen bestimmt. Wenn man Hunger hatte, brachte man mal eben ein Mammut um, und den Rest der Woche hatte man satt zu essen. Bei evtl. Kältegefühlen tackerte man allerlei Hamster und Zwergkaninchen aneinander und für den Rest des Lebens hatte man einen prächtigen Pelzmantel. Alles in allem also mußte man nicht wirklich viel arbeiten. Natürlich gab es auch schon damals Leute, die bestimmten wo es langging. Meist waren das die Leute, die wußten wo und wie man die frischesten Mammuts ernten konnte und wo die pelzigstens Tierchen ihrer natürlichen Metamorphose zum Mäntelchen harrten.
Das ist im Prinzip auch heute noch so. Der Rudelführer bestimmt das Ziel und das Rudel bringt das Mammut um. Mit dieser Art Fremdbestimmung könnte ich nun auch noch umgehen.
Nun ist es aber so, daß es mittlerweile nicht mehr nur einen Rudelführer gibt. Denn durch die Erfindung des Telefons und der elektronischen Post (mögen ihre Erfinder auf ewig in der Hölle schmoren) wurden wir alle zu kleinen Mitbestimmern, die einander rund um die Uhr mit allen möglichen Aufgaben, Problemen und Sorgen belästigen können. Jeden Tag bekomme ich etwa 35 eMails und 15 Telefonanrufe und jede(r) einzelne bedarf unmittelbarer dringender Aufmerksamkeit und Bearbeitung.
Statt eines Rudelführers habe ich jetzt also 50 Anführer, die noch dazu allesamt unterschiedlicher Ansicht darüber sind, welches Mammut zuerst zu killen ist. *Seufz*
Das trägt nun sicherlich nicht zur Arbeitsfreude bei und zur Lebensfreude schon mal gar nicht. Weshalb es auch nur eine Lösung für das Problem gibt, indem man sich nämlich auf das Wesentliche des Lebens konzentriert. Kuchen essen, Füße hochlegen und den Kindern beim Spielen zugucken.
Ich werd heut seeehr pünktlich Feierabend machen.
Erholungslevel
21 September 2009Nichts
20 September 20093 Wochen Urlaub nähern sich ihrem Ende und weil die Götter der Lohnsklaverei es so wollen, muß ich morgen wieder meinen faulen Kadaver zur Arbeit schleifen, wo so sicher wie der Untergang des Abendlandes ein Haufen liegengebliebener Arbeit auf mich wartet. Und obschon dies Grund genug wäre, desterhalb in eine veritable Melancholie zu verfallen, will ich mir zumindest für heute noch nicht die Lebensfreude versauen lassen. Zumal ich doch immerhin drei Wochen Zeit hatte genau das zu tun, was ich am besten kann. Nichts. Oder zumindest nichts, was meine vorbildlichen Erzieher je als „sinnvolle Freizeitbeschäftigung“ bezeichnet hätten. Aber wer kümmert sich schon um die Meinung von Erziehern.
Nun mag man einwenden, daß es aus philosophischen und praktischen Gründen gar nicht möglich ist, Nichts zu tun, und in der Tat tat ich natürlich Einiges, das zu berichten aber nicht lohnt. Wen würde es schon interessieren zu erfahren, daß ich meine Tage lesend im Park verbrachte oder allerlei leckere Süßigkeiten zubereitete. Davon einmal abgesehen, führt Philosophie bekanntermaßen zu Schwermut, und hierzu werde ich morgen früh genügend Gründe finden, wenn ich mein Postfach öffnen werde. Ich rechne mit mindestens 300 überfälligen eMails. *Seufz*
Aber dazu morgen mehr. Denn statt zu seufzen und zu stöhnen, werde ich mir lieber einen Apfelauflauf zaubern, mich des Sonntags erfreuen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen.. Solltet ihr jetzt übrigens auch tun.
Es lebe die Barfüßigkeit!
Aaarrrgh
15 September 2009Vor ein paar Jahren machte ich im Rahmen meiner Studien einmal einen Psychotest genannt MMPI, dessen Ergebnisse so langweilig waren, daß ich sie schon längst vergessen habe. Ein Punkt ist mir allerdings im Gedächtnis geblieben, weil er mir so irreal erschien. Die testende Psychologin vermeinte nämlich einen gewissen Hang zur Zwanghaftigkeit festgestellt zu haben, was mir angesichts des Zustandes meiner Wohnhöhle einigermaßen seltsam schien.
Anderseits habe ich gerade eine Dokumentation zum Thema PARASITEN gesehen, und just in diesem Moment habe ich das überaus dringende Bedürfnis, meine Bude zu sterilisieren und eine ganz Flasche Sakrotan zu schlürfen. Es gibt ja soo eklige Viecher…Wußtet Ihr, daß es Mundamöben gibt? MUNDAMÖBEN! Örghs. Das ist ja so unhygienisch.





