Das meine liebe Schwester mitunter das Taktgefühl eines Verkehrsunfalls hat, habe ich schon mal erwähnt. Grad mal ein Jahr ist es her, daß sie mir zu meinen Geburtstag eine Grabstelle zum Geschenk machte. Dieses Jahr nun, wollte sie offenbar auf Nummer sicher gehen, und so schenkte sie einfach ein Buch. (So eine Grabstelle kann man sich schließlich auch nicht jedes Jahr leisten.)
Jedenfalls schickte sie mir das Buch “Einsamkeit und Sex und Mitleid” und als wir heute so telefonierten, fragte sie, wie denn das Buch so fände. “Keine Ahnung” sage ich: “Ich habs noch nicht gelesen.” Schwesterchen zeigt sich überzeugt, daß ich das Buch lieben werde, und fügt hinzu: “Als ich in der Rezension die Worte “bösartig, skurril, bizarr und verrückt” gelesen habe, mußte ich sofort an dich denken”
“Bösartig, skurril, bizarr und verrückt”, und meine Schester denkt an mich?
Schon irgendwie schön, wenn man von der Familie geliebt wird.
Das werde ich sofort dem Psycho-Onkel erzählen. Das gibt gleich noch einen Therapienachschlag.
Tags: Famile
16 April 2010 um 3:50 pm
Familie…einer der Gründe, warum ich meine Heimatstadt Berlin meide!
16 April 2010 um 4:32 pm
“Bösartig, skurril, bizarr und verrückt” – selten habe ich ein schöneres Komliment gehört. Ja, das war ernst gemeint.
(Meine Schwester hat neulich an mich denken müssen, als sie eine Wiederholung der “Waltons” sah!)
16 April 2010 um 7:14 pm
Das Kompliment habe ich gerade dem Gatten vorgelesen – der sagt auch manchmal solche Sachen zu mir.
16 April 2010 um 9:33 pm
Irgendwie könnt ihr eure Verwandtschaft halt nicht leugnen
17 April 2010 um 6:01 am
mein lieber roland, es gibt wahrlich hässlichere assoziationsketten … hätte sie dich mit tuntig, unbegabt und schüchtern verknüpft, wäre es sicher tragischer
familiengrab im wald, ich finde das ne tolle idee
17 April 2010 um 10:45 am
So ein Familiengrab im Wald krieg ich mit ner Schippe auch allein hin:)
17 April 2010 um 1:01 pm
darfste aber nicht
17 April 2010 um 1:14 pm
wenn ich es clever anstelle findet niemand es raus..
27 Januar 2012 um 6:37 pm
[...] es erst letztes Jahr von meiner Schwester bekommen, und obwohl sie mit ihren Büchergeschenken oft meilenweit daneben liegt, hat sie hier mal einen Volltreffer gelandet. Der Roman „Die Fratze“ [...]