da bin ich mal ein paar Tage nicht in der Gegend, und schon wird über mein Sexleben spekuliert.
Aber, aber meine Herrschaften, ich bin jetzt über 40, da geht das nicht mehr so schnell. Schließlich muß man ja noch immer so lange warten, bis das Viagra zu wirken beginnt.
Das Gute daran ist, daß man die Wartezeit mit allerlei Leckereien überbrücken kann, und so langsam aber sicher, entwickle ich mich zu einem recht passablen Koch. Das kommt auch meinen sonstigen Neigungen sehr entgegen. Bei sehr schlanken Frauen nämlich geht recht häufig mein Fütterungsreflex mit mir durch. Ich vermute mal, daß hier ein urmenschlicher Atavismus greift: „Frau zu dünn – Mammut umbringen!* Ugh! „
Außerdem hat schon mein Urgroßvater Frauen durch Kochkünste flachzulegen zu bezirzen versucht, möglicherweise der instinktiven Erkenntnis wegen, daß frisch gesättigte Frauen weniger Neigung zum Weglaufen an den Tag legen. Ein voller Magen läuft nicht gern. Und was den Ahnen recht wahr, soll mir nur billig sein. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm**.
Jedenfalls kann ich wohl festhalten, daß es meinem Sexleben soweit ganz gut geht. Aber so gern ich mich jetzt auch in Einzelheiten ergehen würde, fürchte ich doch, daß ich jetzt schließen muß.
Jetzt muß ich nämlich zum Zahnarzt. Ich bitte um virtuelles Händchenhalten.
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* Das läßt übrigens interessante Spekulationen über die Anatomie der Urfrauen und das Aussterben der Mammuts zu.
**Das stimmt übrigens nicht. OK, im Sinne der newtonschen Gesetze mag das zutreffend sein, aber der Spruch will uns ja weismachen, das Kinder ähnliche Charakterzüge und Verhaltensweisen wie ihre Eltern haben. Und genau das trifft auf Äpfel nicht zu. Jeder Kern in jedem Apfel enthält die genetische Anleitung für einen Apfelbaum, der nur ganz entfernte Ähnlichkeit mit seinen Eltern hat. Der botanische Terminus lautet in solchen Fällen, glaube ich, Heterozygotie. Genetisch betrachtet, fallen ausgerechnet Äpfel immer weit vom Stamm. *Klugscheißermodus aus*