Archiv für März 2011

Schmerzhafte Poesie

28 März 2011

Anlässlich des (wieder einmal vergessenen) Welttages der Poesie, heute ein paar besonders schmerzliche Limericks zum Zeitgeschehen. Ich bitte aufrichtig um Verzeihung. *Hüllt sich in Sackleinen, streut Asche aufs Haupt und geht nach links ab*

Ein Freiherr voll Konfusion
log einst bei der Dissertation.
Im Amte zu bleiben
kann er abschreiben.
Naja, Abschreiben kann er ja schon.

Einst in Japan ein AKW
das flog in Luft. Oh weh!
doch auf Kernkraft verzichten
tut Deutschland mitnichten.
Stattdessen wählt man ES PE DEH.

Liegt Japan in Schutt und in Scherben
und tut Strahlung das Sushi verderben,
macht uns das kein Kummer,
uns weckt aus dem Schlummer
nur ein dämliches Eisbärensterben

Großer Gott ist das schlecht. Ich gehe mich jetzt ganz doll schämen.

Arbeitgeberfragestunde

24 März 2011

 Also eins muß man meinem Arbeitgeber lassen, um seine Mitarbeiter kümmert er sich hervorragend. Jedenfalls fragt er mich praktisch jeden Monat nach meiner Meinung zu diversen Themen (Führungskräfteverhalten, Unternehmensstrategie, etx. pp.) Meist in Form anonymer Onlinefragebögen.

Heute gab es eine Gesundheitsumfrage. Na ja, wer dumme Fragen stellt… (weiterlesen…)

Traumtelegramm

22 März 2011

Letzte Nacht geträumt, ich wäre eine Fledermaus, die das Fliegen verlernt hatte. Nach dem Wachwerden festgestellt, daß ich tatsächlich nicht fliegen kann. Irritiert Ohren auf spitze Enden und Kleiderschrank nach Batmankostüm untersucht. Nicht fündig geworden. Schade eigentlich.

Also gut

18 März 2011

auf vielfachen Wunsch dann doch ein bißchen aus meinem Sexleben.
Die Liebste, welche aus dem Osten stammt, aber aufgrund eines erfolgreich absolvierten Germanistikstudiums die deutsche Sprache besser beherrscht als ich, neigt in Momenten der Erregung dazu, in ihre Muttersprache zurückzufallen. Und weil mein Russisch bestenfalls als bruchstückhaft beschrieben werden kann, habe ich zumeist keine Ahnung, wovon die Schönste eigentlich plaudert.
Ich liebe das! Das ist ein bißchen so, als würde man mit zwei Frauen gleichzeitig das Lotterbett teilen. So etwas lehne ich ansonsten natürlich strikt ab! Allerdings nicht aus moralischen, sondern aus konditionellen Gründen. Eine Frau ist schon anstrengend genug.

Muß ich das verstehen?

18 März 2011

Da macht man mal 4 Wochen Urlaub und kümmert sich nicht weiter um die Welt, und schon fliegen einem die Atomkraftwerke um die Ohren. Ich verstehe das ja alles nicht.
Also zunächst einmal hätte ich ja damit gerechnet, daß die Japaner als weltweit einzige Opfer zweier Atombombenangriffe besonders paranoid auf Atomkraft reagieren und dementsprechend hohe Sicherheitsstandards hätten. Aber am Arsch: Die Gefahr die von Tsunamis ausgeht, wurde bei der Konstruktion des Reaktors gar nicht berücksichtigt. Und das wo doch die Japaner praktisch die Erfinder des Tsunamis sind.
Und dann hätte ich noch erwartet, daß man spätestens seit Tschernobyl besser darauf vorbereitet ist, im Katastrophenfall einzugreifen. Aber statt dessen bekommt man mehr oder minder improvisierte Versuche zu sehen, den Reaktor mittels Waldbrandhubschraubern und Wasserwerfern zu kühlen. Fast wundert es mich, daß die da nicht tausend Japaner eine Eimerkette bilden lassen.
Noch merkwürdiger, ja geradezu eklig, kommt mir dann aber die Reaktion der Politik vor. Gerade eben hat man noch die Laufzeitverlängerung deutscher AKW beschlossen, und plötzlich muß man alles noch einmal neu überdenken? Nicht das wir uns falsch verstehen, grundsätzlich bin ich sehr fürs Denken. Auch für Über- und Nachdenken bin ich sehr zu haben, aber was genau hat sich den jetzt geändert? Welche Informationen haben wir denn jetzt, die wir vorher nicht gehabt hätten? Und wieso, liebe Frau Merkel, lieber herr Öttinger, waren AKW vorher sicher, während wir uns jetzt „ein Stück weit in Gottes Hand“ befinden? Das ist eine saublöde Ausrede! Wenn ich einen Stein in eine Menschenmenge werfe, kann ich mich ja auch nicht auf „Gottes Willen “ berufen, wenn irgendwem der Schädel gespalten wird.

Junge, junge, wenn die Menschheit sich eines Tages vor dem Universellem Intelligenz-Gerichtshof verantworten muß, bleibt uns als Verteidigungsstrategie wahrscheinlich nur ein „Nicht Schuldig wegen geistiger Umnachtung“.

Also wirklich…

14 März 2011

da bin ich mal ein paar Tage nicht in der Gegend, und schon wird über mein Sexleben spekuliert.  :D Aber, aber meine Herrschaften, ich bin jetzt über 40, da geht das nicht mehr so schnell. Schließlich muß man ja noch immer so lange warten, bis das Viagra zu wirken beginnt. ;) Das Gute daran ist, daß man die Wartezeit mit allerlei Leckereien überbrücken kann, und so langsam aber sicher, entwickle ich mich zu einem recht passablen Koch. Das kommt auch meinen sonstigen Neigungen sehr entgegen. Bei sehr schlanken Frauen nämlich geht recht häufig mein Fütterungsreflex mit mir durch. Ich vermute mal, daß hier ein urmenschlicher Atavismus greift: „Frau zu dünn – Mammut umbringen!* Ugh! „
Außerdem hat schon mein Urgroßvater Frauen durch Kochkünste flachzulegen zu bezirzen versucht, möglicherweise der instinktiven Erkenntnis wegen, daß frisch gesättigte Frauen weniger Neigung zum Weglaufen an den Tag legen. Ein voller Magen läuft nicht gern. Und was den Ahnen recht wahr, soll mir nur billig sein. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm**.
Jedenfalls kann ich wohl festhalten, daß es meinem Sexleben soweit ganz gut geht. Aber so gern ich mich jetzt auch in Einzelheiten ergehen würde, fürchte ich doch, daß ich jetzt schließen muß.
Jetzt muß ich nämlich zum Zahnarzt. Ich bitte um virtuelles Händchenhalten.

.

.

.

* Das läßt übrigens interessante Spekulationen über die Anatomie der Urfrauen und das Aussterben der Mammuts zu.
**Das stimmt übrigens nicht. OK, im Sinne der newtonschen Gesetze mag das zutreffend sein, aber der Spruch will uns ja weismachen, das Kinder ähnliche Charakterzüge und Verhaltensweisen wie ihre Eltern haben. Und genau das trifft auf Äpfel nicht zu. Jeder Kern in jedem Apfel enthält die genetische Anleitung für einen Apfelbaum, der nur ganz entfernte Ähnlichkeit mit seinen Eltern hat. Der botanische Terminus lautet in solchen Fällen, glaube ich, Heterozygotie. Genetisch betrachtet, fallen ausgerechnet Äpfel immer weit vom Stamm. *Klugscheißermodus aus*


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.