Also eins muß man meinem Arbeitgeber lassen, um seine Mitarbeiter kümmert er sich hervorragend. Jedenfalls fragt er mich praktisch jeden Monat nach meiner Meinung zu diversen Themen (Führungskräfteverhalten, Unternehmensstrategie, etx. pp.) Meist in Form anonymer Onlinefragebögen.
Heute gab es eine Gesundheitsumfrage. Na ja, wer dumme Fragen stellt…
- Wie gut war Ihre körperliche Gesundheit im letzten Monat?
Mit über 40 Jahren ist man nicht mehr gesund, sondern nur schlecht untersucht. - Wie gut war Ihre psychische Verfassung im letzten Monat?
Mehr Drogen und weniger Arbeit wären sehr hilfreich. - Wie beurteilen Sie Ihre Schlafqualität insgesamt?
Wenn Klimaanlage, Telefon und Outlook ausgeschaltet sind, gar nicht mal schlecht. - Wenn Sie an Ihre Leistungsfähigkeit insgesamt denken, wie oft haben Sie das Gefühl: „Meine Batterien sind leer”?
Wer? Iiich? He, ich bin die Inkarnation des Duracellhasen. Jedenfalls beim Sex. - Mein(e) Vorgesetzte(r) verhält sich mir gegenüber unterstützend und gerecht.
Aber ja! Sicher doch, die sadistische Drecksau liebt mich geradezu. Schade nur, daß ich kein Maso bin. - Mein(e) Vorgesetzte(r) kann in mir Begeisterung für die Arbeit wecken.
Hä? Ich hab grad nicht zugehört, worum geht’s? - So, wie wir in unserem Team zusammenarbeiten, macht es die Arbeit für alle leichter.
Außer mir arbeiten hier noch andere? - Meine Arbeit trägt dazu bei, daß ich mein Leben als sinnvoll erlebe.
Huh? Gnihi. Muhahahahaha! - Für das, was ich bei der Arbeit leiste, erhalte ich auch angemessenes Lob, Anerkennung und Wertschätzung.
Oh ich bin da anspruchslos. Ich fühle mich schon wertgeschätzt, wenn ich nicht aufs Maul kriege. Also ja. - Wenn ich an meine Arbeitsplatzsicherheit, meine Chancen für berufliches Weiterkommen und meine Vergütung denke, dann ist das Gesamtpaket insgesamt angemessen für das was ich bei der Arbeit leiste.
Soll das eine Drohung sein? Klingt jedenfalls wie eine. - Meine Arbeit und mein Privatleben lassen sich gut miteinander unter einen Hut bringen.
Scheiße nein! Für mein Privatleben ist jede Arbeit ein Störfaktor. - Wie oft schränkten persönliche Sorgen und Belastungen in den letzten 12 Monaten Ihre Kraftreserven für die Arbeit ein?
Jedes Tag den ich zur Arbeit muß. - Die Anforderungen im Beruf sind derzeit so hoch, daß es mein Privatleben einschränkt.
ich sage nur: SAP Noch Fragen? - Wie oft hatten Sie in den letzten 12 Monaten das Gefühl, daß Ihnen die Anforderungen, Schwierigkeiten oder Probleme bei der Arbeit über den Kopf wachsen?
siehe 12 - Wie oft hatten Sie in den letzten 12 Monaten das Gefühl, daß Ihnen private Anforderungen, Schwierigkeiten oder Probleme über den Kopf wachsen?
siehe 12 - Wie oft haben Sie sich in den letzten 12 Monaten an Ihrem Arbeitsplatz durch das Verhalten anderer Menschen gedemütigt oder herabgesetzt gefühlt?
Arbeit ist institutionalisierte Demütigung. Die Antwort lautet also: Jeden verdammten Arbeitstag! - Wie häufig fiel es Ihnen in den vergangenen 12 Monaten aufgrund Ihrer gesundheitlichen Situation schwer, bei der Arbeit immer die volle Leistung zu bringen?
Gesundheit hin oder her, wer bringt denn schon freiwillig volle Leistung? Sehe ich vielleicht aus wie ein Normbrecher? - Meine Arbeit macht mir Freude.
Muß ich mir solche Fragen gefallen lassen? - Die äußeren Bedingungen an meinem Arbeitsplatz (ungünstige Körperhaltungen, körperliche Belastung, ungünstiges Licht, Hitze, Lärm) belasten meine Gesundheit.
Die Klimaanlage ist beschissen laut, das stört meinen Büroschlaf schon erheblich. - Wie gut ist Ihre Gesundheit insgesamt im Vergleich zu gleichaltrigen Kollegen, Bekannten und Freunden?
Keine Ahnung. Freunde habe ich nicht, Bekannte bestreiten jede Bekanntschaft mit mir und mit Kollegen rede ich aus hygienischen Gründen nicht mehr.
Tags: Arbeit
24 März 2011 um 3:50 pm
und du glaubst das ist anonym?
HAHAHA!!!
24 März 2011 um 8:04 pm
Genial. Auf so eine Umfrage warte ich seit Jahren bei mir im Kindergarten. “Die” machen wenigstens was für ihre Arbeitnehmer bei Dir
25 März 2011 um 12:09 am
Guten Tag. Ich arbeite nicht.
(finde Arbeit Schnaisse ey, das fing schon so im Kindergarten an, dieses Syndrom, habe einmal eine Badewanne gespielt, – und das reichte mir…)
Kann man trotzdem diesen Fragebogen quasi an sich selbst versenden?
Ich meine dann wäre ja der Manipulation Tür und Tor geöffnet.
Das wäre ja dann nicht so.
25 März 2011 um 12:35 pm
Guten Tag. Ich arbeite. Würde allerdings nie auf die Idee kommen, meine Angestellten mit solchem Unsinn zu belasten. Also mit dem Fragebogen, mit Arbeit muss ich sie ja nun einmal belasten.
29 März 2011 um 8:23 am
Naja, glaube ich habe in meiner klitzekleinen WA vor Jahren dieses “BurnOut”Syndrom erfunden ey.
Weil irgendwas nervte….also da habschse einfach spontan alle abgefackelt.
(war mir schon etwas peinlich,also so vorher mit’m Kanister zur Tankstelle gehen und eben entsprechend zu fragen like “was fackelt denn am besten so Benzinmäßig, und reicht denn ein BIC? Neinnein, will nur so mir aufmüpfige Bedienstete…sie verstehen…., der Kassierer zeigte vollstes Verständnis und empfahl SubberPlus,, naja damals gab es noch kein E10. Den höheren Arbeitsaufwand danach hatte ich Trottel natürlich nicht einkalkuliert………;-)