Archiv für Juni 2011

Dulsberger Entdeckungen

29 Juni 2011

Spazieren in Dulsberg. Nicht das es hier nichts zu sehen gäbe:

Cool. Sicher doch.*

Nö. Brauce ich nicht.

Und dann war da noch das hier:

Ähh? Car 2 wasbitte?

Autos zum Gehen. So eine Karre hatte mein Vater auch mal.

Wildschweinshuttleservice? Wieso muß ich eigentlich noch zu Fuß zur Arbeit?

*Lieber 0163/… ich bin zwar nicht ganz sicher ob die Formulierung „zu glauben“ nicht angebrachter gewesen wäre, ganz sicher bin ich aber, daß die 3. Person Singular Indikativ Präsens des Verbs „sein“ immer noch „ist“ lautet und nicht „is„. Nur so als Tip. Man gerät sonst nämlich rasch in den Verdacht, man wäre ein spießiger Erwachsener, der noch einmal beweisen will, daß man noch cool sei.

Alles balla balla oder was?

21 Juni 2011

Geht es nur mir so, oder ist das Gehabe das neuerdings um den Frauenfußball gemacht wird, tatsächlich etwas äh… seltsam? Man verstehe micht bitte nicht falsch, ich habe nichts gegen fußballspielende Frauen. Mir geht Fußball so oder so am Arsch vorbei, da machen Frauen keine Ausnahme.
Nein, ich meine diesen merkwürdigen Medienrummel der darum gemacht wird. Seit wann interessiert sich den irgendwer für Frauenfußball? Und seit wann interessieren sich Frauen für Fußball? Da will uns doch klammheimlich irgendwer was verkaufen, ganz nach dem Motto: Egal worum es geht, Hauptsache wir verkaufen Vuvuzelas.
Kommt mir doch ein bißchen so vor, wie die Neueinführung so traditioneller Feiertage wie Valentinstag oder Halloween.

Apropos importierte Feiertage: Warum haben wir eigentlich noch nicht das allseits beliebte Thanksgiving eingeführt? Thanksgiving ist – wie jeder weiß - ein ursprünglich englisches Fest, das erstmals während des zweiten Weltkrieges begangen wurde. Etymologisch ist das Wort Thanksgiving eine Kontraktion der Wortfolge „Tank is giving“ was zu gut Deutsch so viel heißt wie: „Die Panzer sind angekommen“. Die Briten feierten damit die erste Lieferung amerikanischer Waffen zur Unterstützung gegen die deutschen Invasoren. Traditionell werden an diesem Tag massenhaft Truthähne abgeknallt und der Familie zum Frass vorgesetzt. Panzer, Rumballern und schlechtes Essen… das paßt doch zur deutschen Volksseele wie Arsch auf Eimer. Für diejenigen, denen Fremdwörter und Anglizismen nicht so liegen, könnte man das Fest dann ja auch „Panzerschlacht vor Stalingrad“ nennen und dazu lecker Rommelspargel servieren.

Und wo wir grad bei Ärschen waren: Da kommt doch einer meiner Leser mit der Suchanfrage „absurder Fick Porno“ auf diese meine Seite und ich muß zugeben, daß ich einigermaßen irritiert bin. Ich habe hier gar keine „Fick Pornos“ anzubieten. Pornos aber in denen nicht gefickt würde, schon mal gar nicht. Ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob Pornos in welchen sich der Darsteller des Fickens enthalten, überhaupt Pornos genannt werden können. Vollends absurd scheint mir allerdings die Suche nach „absurden“ Fickpornos, gibt es doch meiner Kenntnis nach nicht einen Porno, der irgend wie Sinn ergeben würde. Trotz langem und intensiven Studiums der einschlägigen äh.. Fachliteratur konnte ich nicht ein Beispiel für sinnvolle Pornographie finden.

Tzz. Leute gibts.

Ab in die Hölle

20 Juni 2011

Das Fellmonsterchen hat die Gretchenfrage gestellt, oder vielmehr selbige von der Baptist Church weitergeleitet und da will ich mich einer Antwort nicht enthalten.

Folgende Sünden nämlich führen lt. Baptisten-Dingens unmittelbar zu ewiger Höllenstrafe:

Ab dafür.

Da darf  man sich natürlich getrost die Frage stellen, ob man denn selbst zu den Auserwählten gehört, die dereinst die Hölle bewohnen dürfen. Gehen wir es mal im einzelnen durch:

Immoral Young People / Immoral Old People: Ich habe sehr klare moralische Vorstellungen und – im Gegensatz zu manch anderen – halte ich mich sogar daran. Allerdings begründe ich meine Moral nicht mit Rückgriff auf einen imaginären Kumpel im Himmel und von daher wartet auf mich wahrscheinlich die Hölle.

Homos & Lesbos: Weder noch. Weil ich aber sehr auf Frauen stehe, betrachte ich mich sozusagen als Lesbe ehrenhalber. Also auch hier… ab in die Hölle.

Beer Addicts & Potheads: Dem Teufel Alkohol entsagte ich schon vor langer Zeit und Kiffen ist eigentlich mehr was für junge Leute. Außerdem: Wer wird schon kiffen, wenn es auch Psychopharmaka gibt? Hier wartet also eher der Himmel auf mich.

Sports Fanatics: Ich weiß zwar nicht was an Sport so schlimm ist, aber da mir das Thema eher am Arsch vorbei geht… hmm wahrscheinlich Himmel.

Eyes That Seek To Lust: Schuldig im Sinne der Anklage. Würde ich allerdings an Gott glauben, glaubte ich gleichfalls, daß all die schönen Frauen nicht lustvoll anzusehen, die größte aller Sünden wäre. Aber klar… Hölle.

Bodies Dressed To Attract Lust: Pah! Um meinen Body derart zu dressen, daß er Lust erzeugt, bräuchte ich ein Special-Effects-Team. Und zwar rund um die Uhr. Außerdem ging mir mein Äußeres schon immer eher am Arsch vorbei. Also wahrscheinlich eher Himmel

Witches & Occultists: Ich kenne ein homööopathisches Behandlungskonzept gegen Katzenallergien und habe selbiges auch schon erfolgreich angewandt. Außerdem habe ich mit großen Vergnügen die Schriften Aleister Crowleys gelesen. Hmm… Hölle?

Thieves & Greedy People: Nun, Gier kann man mir wahrlich nicht unterstellen. Dazu bin eindeutig zu faul. Ein Dieb war ich aber schon mehr als einmal und ich halte es für durchaus möglich, auch in Zukunft Steuern zu hinterziehen. Also…Hölle.

Atheists & Fake Christians: Also Entschuldigung bitte, aber als Atheist möchte ich bitte nicht mit Christen in einen Topf geworfen werden. Und seien es auch nur gefälschte Christen. Wir haben das Recht nach Stämmen gekreuzigt zu werden! Aber ansonsten eindeutig Hölle.

Fazit: 6:3 für die Hölle. Davon ausgehend, daß schon eine der baptistischen Todsünden zur Hölle verdammt, darf ich wohl davon ausgehen, daß ich meine Ewigkeit wenigstens im Warmen zubringen darf.  Andererseits möchte ich auch nicht Ewigkeiten mit Leuten zubringen, die zwar Kiffer, Homosexuelle und Sportfans, nicht aber Kinderschänder, Vökermörder und Kriegsverbrecher zu Hölle verdammen.
Oder anders ausgedrückt, wenn Leute die solche Listen aufstellen tatsächlich im Paradies landen, dann ist das Paradies der allerletzte Ort wo ich mich aufhalten wollte.

Ein Glück, daß es die PKHF™ gibt. Keine Hölle, kein Himmel, kein ewiges Leben. Nur ein einziges hoffentlich fröhliches Leben.

Mahlzeit.

Neulich bei der AA*

10 Juni 2011

Hallo, ich bin der Roland und ich bin Aggressiver Atheist. Also genau genommen bin ich gar nicht so aggressiv, ganz genau genaugenommen bin ich sogar ein ziemlich kuschliger Atheist, wenigstens aber ein Ist-Mir-Doch-Scheißegal-Atheist. Aber weil niemand Angst vor Kuschelatheisten hat, und wo doch gerade Frau Doktor Buchstäblich zum Papstbesuchkatholikenärgern aufgerufen hat, will ich mich mal nicht so haben, und erkläre mich hiermit zum „Aggressiven Atheisten ehrenhalber“.
Ich hätte da nämlich noch einen eigenen Vorschlag einzureichen:

  1. Man reise während des Papstbesuches nach Berlin.
  2. Man kaufe dort angekommen so viele Kondome wie nur möglich/das Taschgeld hergibt/einem die Sache wert ist.
  3. Man fülle die Kondome mit jeweils einem Teelöffel voll geschlagenem Eiweiß
  4. Man verteile die Kondome unauffällig überall dort, wo sich die Papsbesuchbesucher hauptsächlich aufhalten. (Parkanlagen, Festivalplätze, etc. pp)
  5. Man weise anwesende Vertreter der Medien auf dieses „seltsame Phänomen der wundersamen Kondomvermehrung“ (Kichern verkneifen!

Zack, schon stehen die Katholiken wie ein Haufen rammelsüchtiger Karnickel da, die ihr Oberkanninchen nicht ernst nehmen.

Gut ne?

 

.

.

.

.

*Nicht zu verwechseln mit den Anonymen Alkoholikern die sich ja bekanntlich einer „höheren Macht“** unterwerfen.
** wahrscheinlich ist damit das fliegende Spaghettimonster gemeint.

Das Evangelium der Faulheit I

9 Juni 2011

Unsere Kirche der heiligen Faulpelze läßt in ihrer Bedeutung als Massenbewegung zugegebenermaßen sehr zu wünschen übrig- Deshalb habe ich mich entschlossen, unsere heiligen Texte in Deutsche zu übertragen und in loser Reihenfolge hier zu veröffentlichen, auf daß das Volk von ihrer Weisheit profitieren möge.
Mahlzeit!

(weiterlesen…)

Liebes Kundenzentrum Barmbek-Uhlenhorst,

8 Juni 2011

es begab sich aber zu der Zeit, da Merkel Königin von Deutschland war, daß ein Gebot vom Einwohnermeldeamt ausging, daß ich mir einen neuen Ausweis zu besorgen hätte, da mein bisheriges Personaldokument seine Gültigkeit zu verlieren drohte. Gesagt getan, ich also losgezogen ins Kundenzentrum Barmbek-Uhlenhorst des örtlich zuständigen Amtes, um einen neuen Ausweis zu beantragen.
Und schon kommen Fragen auf. Wieso braucht eine Behörde ein „Kundenzentrum“? Schließlich unterstellt die Bezeichnung „Kunde“ ja irgendwie eine gewisse Freiwilligkeit des Kontaktes, was mit Verlaub einigermaßen absurd ist, wenn ich doch einen Ausweis besitzen muß. Außerdem scheinen Eure Öffnungszeiten eher darauf hinzudeuten, daß Ihr auf alles mögliche Wert legt nur nicht darauf, daß Euch der „Kunde“1 jemals antrifft. Jede Würstchenbude mit Euren Öffnungszeiten2 ginge schon am Eröffnungstag bankrott. Und wenn dann noch nahezu jeder Anruf „aus dienstlichen Gründen“ nicht entgegengenommen werden kann, darf doch die „Der-Bürger-ist-Kunde-Theorie“ sehr zu recht in Zweifel gezogen werden.

Mit anderen Worten, wenn Ihr Eure Kunden nicht wie Kunden behandeln wollt3, solltet Ihr Eure Hütte auch nicht so nennen. Und weil Letzer-Kunde-Zentrum Barmbek-Uhlenhorst irgendwie Scheiße klingt, schlage ich vor, ihr benennt Euch so, daß jeder Kunde weiß was er zu erwarten hat. Wie wäre es mit Amt für Paß- und Ausweisfragen? Oder Ausweisbeantragungsbehörde (bitte nur gebückt eintreten) Barmbek-Uhlenhorst oder Wenn-Du-Nur-Ordenlich-Katzbuckelst-,-Kriegst-Du-Vielleicht-Sogar-Einen-Ausweis-Behörde?

Herzlichst

Eurer Roland

Fürst vom Dulsberg
Verwaltungsfachfragenbeauftragter der PKHF™

.

PS: Ich habe den neuen Ausweis im März beantragt und noch immer keine Info bekommen, wann ich den denn nun abholen kann. Ist Euch die Druckertinte ausgegangen oder was?

.

.

1 Jedenfalls alle Kunden die irgendwie ihren Lebensunterhalt mit Arbeit verdienen müssen.
2Mo 8-15.30, Di 7-13, Do 10-18 und Fr 8-12.30 Uhr

3oder bestenfalls wie die „letzten Kunden“

Vom Osten lernen…

4 Juni 2011

Liebe Brüder und Schwestern im Westen,

ich weiß, lange Zeit sah es so aus, als ob Ihr die Sieger der Geschichte sein würdet. Tja, falsch gedacht!Wenn man mal staunen möchte? (weiterlesen…)

Gnihi… Sehr komisch Herr Bischof

3 Juni 2011

Es gebe „keinen, wirklich überhaupt keinen Beweis“ für die Existenz einer Päpstin Johanna, betonte Algermissen. Alles sei reine Fiktion und beruhe auf Legenden. Die seriöse Geschichtswissenschaft habe den Fall der Päpstin längst zu den Akten gelegt. Gleichwohl werde dieses Märchen immer wieder aufgekocht und geglaubt, so der Bischof. (domradio.de)

Also wissense Herr Bischof, wie war das noch gleich mit dem Werfen von Steinen im Glashaus?

Sehr geehrte Frau Kristina Lotz,

3 Juni 2011

Heilpraktikerin Kristina Lotz sieht sich durch solche Behandlungserfolge bestätigt. Keine chemischen Keulen, keine Nebenwirkungen, dafür ein ganzheitlicher Ansatz. Mittlerweile haben die Homöopathen ohne Grenzen auch Sierra Leones Gesundheitsminister überzeugt. Nebenbei bilden sie Krankenschwestern und -pfleger in klassischer Homöopathie aus. „Homöopathie ist Wahnsinn. Wenn man sieht, was man damit erreichen kann, dann kann man nur dabei bleiben. Ich hab auch anders angefangen und dann alles weggelassen, weil dies das am besten wirkende Mittel war, und auch am einfachsten anzuwenden, wenn man die Prinzipien kennt“, sagt Lotz. (Tagesschau.de)

Sie haben recht. Homöopathie ist Wahnsinn. Leider keiner den man behandeln kann. Noch nicht mal mit Globoli.

Das machen die doch mit Absicht!

1 Juni 2011

Ich weiß gar nicht, warum ich mich noch aufrege. Ja sogar versuche meine Mitmenschen zu besseren Leuten zu erziehen. Sie maßvoll und zurückhaltend zu belehren. Warum nur mache ich mir die Mühe, wenn dann doch wieder so etwas dabei herauskommt:

Hä?

PS: Und wer jetzt meint, daran nichts schlimmes finden zu können, der möge doch bitte mal versuchen, der oder dem Liebsten zärtlich „Sustainability meets daily special“ ins Öhrchen zu flüstern, ohne selbiges randvollzuspeicheln.


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.