Archiv für Juli 2011

Die besten Filme für einen Sonntagnachmittag I

31 Juli 2011

Ich gebe zu, die Idee habe ich geklaut. Und zwar bei der Bördebehörde. Aber ich glaube die wird mir das nicht übelnehmen, denn die macht Musik und das auch noch am Sonntagmorgen, weshalb ich mal davon ausgehe, daß der Abmahnanwalt nicht gleich morgen vor der Tür steht.
Aber zur Sache. Es gibt Filme die sind wie gemacht fürs Wochenende. Eine genaue Definition kann ich hier nicht anbieten, aber als Faustregel kann gelten, daß dies alle die Filme sind, die zwar spannend/faszinierend/kurios genug sind, daß die Mühe des Umschaltens nicht lohnt, andererseits aber auch nicht so aufregend sind, daß man deshalb in die nächste Videothek latschen würde. Die japanischen Godzillafilme sind so ein Beispiel. Sie sind perfekt dafür geeignet, an einem Sonntagnachmittag zu Kaffee und Kuchen genossen zu werden, vielleicht in Verbindung mit ein paar Kuscheleinheiten von der Liebsten.

Wir beginnen unsere Serie mit Zardoz. Nichts past besser zu Kaffe und Kuchen, als ein bißchen Post-Apokalypse.

Ach nee!?

30 Juli 2011

Frauen, so tönt heute die Morgenpost, würden Männer ein Jahr ihres Lebens kosten. Wissenschaftlich bewiesen.

Liebe Morgenpost,

also mal abgesehen davon, daß mir das „Männer sind Jäger, Frauen sind Sammler“ Gequatsche ernsthaft auf die Nerven geht, ist es doch so:
Es mag sein, daß das „typisch“ männliche Effizienzverhalten gelegentlich mit der angeblich typisch weiblichen Neigung, sich für alles mehr Zeit zu nehmen, kollidiert und es mag ebenfalls sein, daß das zusammengerechnet ein Jahr männlichen Lebens kostet. Betrachtet man aber andererseits die Alternative, die nun darin besteht, aus Mangel an Schönheit, Charakter, Liebenswürdigkeit, Status oder Geld ein ganzes Leben auf eine Frau zu warten, ist dieses eine kleine Jahr doch nun wirklich nicht zu viel verlangt.

Gelle liebe Morgenpost?

Herzliche Grüße

Roland der Vielbeweibte
Fürst vom Dulsberg
Don Juan von Mecklenburg
Amtlich bestellter Frauenversteher

Jetzt heilen wir alles!

28 Juli 2011

Ich gebe zu, meiner Trägheitsresonanztherapie war bisher kein großer Erfolg beschieden, was aber wahrscheinlich daran lag, daß ich, als bisher einziger Faul-Heiler, mich bisher weder um Patienten, noch um die Ausbildung des Trägheitsresonanztherapeutennachwuchses kümmern konnte. Oder aus religiösen Gründen nicht wollte.
Andererseits muß die TRT auch gar nicht im klassischen Sinne gelernt werden. Ganz im Gegenteil! Allzu genaue Kenntnisse von Anatomie, Physiologie und Psychologie des Menschen behindern nur die natürliche Empfindsamkeit des Heilers, dessen Aufgabe ja bekanntlich darin besteht, die universelle Trägheitsenergie zu kanalisieren und auf den Kranken zu übertragen.
Nun gehört es zu den Eigenarten kosmischer Energien*, daß sie -einmal angezapft- nicht nur umgehend Heilung für Körper, Geist und Seele der Erkrankten bringt**, sondern den solcherart Genesenen außerdem in die Lage versetzt, die Trägheitsenergie künftig selbst anzuzapfen und weiterzugeben. Mit anderen Worten, wer einmal geheilt wurde, ist künftig selber Heiler. Das soll uns die Schulmedizin erstmal nachmachen.
Und weil man zur Weitergabe der Trägheitsenergie noch nicht einmal Sichtkontakt herstellen muß, sondern einfach die eigene Seele*** damit beauftragen kann, habe ich beschlossen, Euch liebe Leser und treue Anhänger der PKHF™ zu Trägheitsresonanztherapeuten auszubilden.
Hierzu habe ich diesen Eintrag mit haufenweise Trägheitsenergie angereichert. Ihr müßt jetzt nur noch den Bildschirm berühren****, die kosmischen Ströme spüren und ZACK schon seid Ihr ausgebildete Trägheitsresonanztherapeuten mit Trägheitsresonanztherapeutendiplom*****.
Toll, oder!?

Und jetzt gehet hin in alle Welt und heilt die, die da volle Brieftaschen haben mühselig und beladen sind. Ach und 15% Eurer Einahmen gehören mir.

 

PS: Noch mehr Esogedöhns findet Ihr unter esoulk.de.
PPS: Den Hinweis auf esoulk.de habe ich mir übrigens bei von Frau Doktor Buchstäblich geklaut per Datenfernübertragung zusenden lassen.
PPPS: Fr. Dr. Bustä beschäftigt sich übrigens gerade mit QuantenHeilung, was zwar auch ganz lustig klingt, aber meiner Ansicht nach, nicht gegen die sensationelle TRT anstinken kann.
PPPPS: Apropos Quantenheiligung, da fällt mir ein, daß ich schon immer mal die „Schrödingersche-Katzentherapie“ entwickeln wollte. Leider verreckt mir das Mistvieh immer kurz bevor ich die Idee zu Ende gedacht habe.

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*kosmische Energien sind alle die Formen von außermaterieller Energie, die zwar von Physikern (diesen Blödköppen) weder nachgewiesen noch theoretisch belegt werden können, aber trotzdem irgendwie Einfluß auf die materielle welt haben können. Das ist zwar kompletter Blödsinn, aber wer liest schon Fußnoten.
**und außerdem Brieftasche und Bankkonto des Heilers auf wundersame Weise füllt
*** Wenn das beim Reiki geht, geht das bei uns schon lange!
**** Küssen, Ablecken oder rektal einführen erfüllt je nach persönlicher Veranlagung den gleichen Zweck.
***** Trägheitsresonanztherapeutendiplomurkunde nicht im Lieferumfang enthalten

die Katastrophe nach der Katastrophe

25 Juli 2011

Da ermordet jemand 92 Menschen.

Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, kommen die Medien daher und brennen ein Feuerwerk der Spekulationen, Mutmaßungen und Halbwahrheiten ab, daß man gar nicht so viel essen kann, wie man kotzen möchte. Nachdem man den Islamisten nicht mehr die Schuld geben kann, sind es nun wahlweise die Linken, die Rechten, die Liberalen, die WoW-Killer-Computer-Spiele, fundamentalistische Christen, die 68er, Multikulturisten, Antimultikulturisten und natürlich die Freimaurer die sich dafür zu verantworten hätten.
Die Kameras halten jede Träne im Grußformat fest, jede Belanglosigkeit wird berichtet (weil man ja wissen muß, daß einer der Toten der Stiefbruder/Gärtner/Schwippschwager von irgendjemand anderem war)  und Celine Dion sing “My Heart Will Go On“

Das widert mich alles derartig an.

„Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.“ Ludwig Wittgenstein

So macht man Geld

25 Juli 2011

Früher™, in den alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, da mußte man, wenn einem Gott, die Evolution oder die gesellschaftlichen Umstände Schönheit, Reichtum und Ansehen versagt hatten, ganz schön rackern, wenn man halbwegs über die Runden kommen wollte.
Aber wenn jemand richtig clever war und eine neue Idee gut vermarktete, konnte man auch schon damals einiges an Reichtum zusammensammeln. Das nannte man dann: „Aus Scheiße Gold machen“.
Nun ist der Umgang mit Scheiße nicht jedermans Sache und außerdem ist der Goldanteil in Scheiße nur in homöopathischen Dosierungen vorhanden, weshalb der aufstrebende Mensch von heute gezwungen ist, andere Wege zu beschreiten, um Reichtum, Macht und jede Menge Weiber sexuelle Zuwendung zu erlangen. Und es scheint immer einfacher zu werden, mußte man gestern moch den Leuten ein (im besten Falle) wirkungsloses Wässerchen andrehen, verkauft man ihnen heute einfach das homöopathische Äquivalent zum Heile, heile Segen-Sprüchlein, nennt es „Medizin zum Aufmalen - Neue Homöopathie für Kinder“ und der Erfolg ist so gut wie sicher.
Seufz. Gegen Dummheit ist eben kein Kraut keine Bachblüte gewachsen.

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via: gwup-blog

Hätt ich bloß nix gesagt

22 Juli 2011

Lieber inheritor3@mc2school.org ,

der Umstand, daß ich mich mal kurz an einen Deiner Spammerkollegen „unterhalten“ habe, sollte eigentlich keine Ausrede dafür sein, mir noch mehr „Brandartikelwerbung“ vor den Latz zu knallen.

Brandartikel, von wegen.

Aber damit auch Du es verstehst: Nein, ich brauche keine Armbanduhr, sei sie nun klassisch, sportlich oder – wie in Deinem Fall- gefälscht. „Brand aussehende“ Uhren brauche ich schon mal gar nicht.
Offenbar brauchst Du aber ein paar Umlaute, die ich Dir praktisch zum Selbstkostenpreis verkaufen könnte. Sagen wir 100 Glocken für ein kaum gebrauchtes Ä? Zwei Ä gibt es schon für 145 Scheine und wirklich schnuckliges Ö gibts gratis dazu.

Ach und ansonsten habe ich hier noch ein oder zwei Brandartikel herumzuliegen, die ich Dir bei Gelegenheit gern in diverse Körperöffnungen stopfen könnte.

Herzlichst

Roland der Feurige

Fürst vom Dulsberg
König der Brandartikel
Schutzheiliger der Umlaute

PS.: Was zur Hölle ist jetzt eigentlich eine „werte Ergaenzung„?

Asozial

21 Juli 2011

Telefonrechnung ist grad eingetrudelt. Verstehe gar nicht, warum mich jemand für asozial hält:

So macht man Telefongesellschaften arm.

Immerhin habe ich zwei Gespräche von insgesamt 48 sek Länge geführt. Wer mehr telefoniert, hat eindeutig zuviel Zeit.

 

Lieber woe45@lsinter.net,

19 Juli 2011

herzlichen Dank für Deine Nachricht.

Stilvoll. Ja doch.

Vielen Dank auch dafür, daß Du es geschafft hast, im Betreff das Wort „stilvoll“ zu verwenden, was meiner Ansicht nach heute nur noch viel zu selten  passiert. Was wahrscheinlich daran liegt, daß der „Stil“ mittlerweile vom „Style“ kanibalisiert wurde, weswegen man ja auch nur „stylische“ Klamotten kaufen kann, auf Stil aber auch künftig verzichten muß. 
Vielen Dank also, daß Du darauf verzichtet hast, mir „stylische Armbanduhren“ anzubieten. Allerdings komme ich nicht umhin festzustellen, daß das offenbar Zufall war, weshalb ich mein Lob gleich wieder zurücknehmen muß.
„Respektabel, teuer und schick aussehen“ ist nämlich das genaue Gegenteil von Stil. So etwas kann und will nur der „Style“ und Bankkaufmannlehrlinge die es nicht abwarten können, einmal den Ackermann zu machen.
Übrigens, „Brandartikel“ kaufe ich noch nicht einmal zu Silvester. Stil hin oder her.

Herzliche Grüße

Roland der Zeitlose

König von Äonen
Prinz vom Dulsberg
Papst der Uhrmacherinnung

Von der Stirne heiß…

18 Juli 2011

Liebe Gemeinde,

der Mensch an sich gerät nicht gern in Schweiß, denn zum einen sind die Aktivitäten, die vermehrte Transpiration zur Folge haben, nur selten freudvoll oder lohnenswert*, und zweitens entwickelt sich infolge vermehrten Schwitzens häufig eine Art olfaktorischer Umweltverschmutzung die wenig dazu beiträgt, daß diese Welt eine bessere werde. Puschligkeit und Schweißgestank geht nur selten gut zusammen. Schwitzen ist also nicht wohlgelitten in unserer Gesellschaft. Und wohlgerochen schon mal gar nicht.
Und dennoch muß ich heute das Schwitzen thematisieren. Zum ersten, weil dieses Tagebuch der Belanglosigkeiten sich der unbedingten Wahrheitsfindung verschrieben hat und deshalb auch als das wahrhaftigste Blog Dulsbergs gilt, und zum zweiten weil ich eine Frage loswerden muß.
Wie ich nämlich neulich so nach Hause gehe und mir derweil die Sonne auf den -schon arg gelichteten- Pelz brennen lasse, steigt mir plötzlich Geruch von ranziger Butter in die Nase, dessen Quelle -ich gebe es ehrlich zu- ganz offenbar unter meinen Achseln zu verorten war. Und weil mein Gehirn gerade nicht anderweitig beschäfigt war und deshalb Zeit genug für Albernheiten hatte, fielen ihm zwei Dinge auf:

  1. Mein Schweißgeruch gleicht in verblüffender Weise dem Geruch meines Vaters, was mir zweifelsohne sehr behilflich sein würde, sollte mein alter Herr einmal die Rechtmäßigkeit seiner Vaterschaft bestreiten wollen, und dem zuständigen Gericht gerade die DNS-Tests ausgegangen wären. Zwar könnte ich rein optisch als jüngerer Bruder meines Vaters durchgehen, aber Justitia ist bekanntlich blind und von daher bliebe der Göttin wohl nicht viel übrig, als ihr Riechorgan in unser beider Achseln zu schieben, um so gewissermaßen am Stallgeruch die Abstammungsfrage zu klären.**
  2. Die Intensität der olfaktorischen Ausdünstungen korreliert offenbar stark mit der Farbe des unmittelbar an der Achsel anhaftenden Stoffes. Während ich im weißen T-Shirt offenbar kaum rieche (bzw. den Geruch kaum wahrnehme), stinke ich im schwarzen Leibchen derart bestialisch, daß die Farbe Schwarz bei nur noch an wahrhaft arktischen Wintertagen in Frage kommt.

Das stellt sich doch die Frage, warum das eigentlich so ist? Am Stoff kann es nicht liegen, lasse ich doch -außer beim Sport- kaum je anderes als Baumwolle an die Haut. Das man im schwarzen Hemde mehr schwitze, als im weißen, mag bei direkter Sonneneinstrahlung wohl möglich sein, da ich aber der Sonne weitesgehend aus dem Weg gehe, will ich nicht glauben, daß ein paar Milliliter mehr oder weniger mich rein olfaktorisch vom Homos sapiens zum Ursus arctos horribilis mutieren lassen könnten.
Kann es sein, daß Schweiß eine geruchsbildende Reaktion mit der Textilienfarbe eingeht? Das also gar nicht ich der Stinker bin, sondern das mit allerlei Chemikalien präparierte Hemd?

Irgendwelche Ideen liebe Gemeinde?

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*vom Sex vielleicht mal abgesehen.
** Ob nun Justitia erst ob solcherart durchgeführten Vaterschaftstest erblindete, ist in den rechtswissenschaftlichen Instituten zwar noch strittig, angesichts des wahrhaft monströsen Geruches meiner Achselhöhlen, aber nicht eben unwahrscheinlich.

Arbeit, Arbeit, nichts als Arbeit…

12 Juli 2011

und der Chef nervt auch noch.
Früher einmal empfanden es Männer als Ehre, „in Stiefeln und stehend zu sterben„. Manchmal frage ich mich, ob das demnächst durch „in Hemd und Kragen sterben“ ersetzt wird.

Darf man den Etymologen glauben, stammt das schöne deutsche Wort Arbeit  ab vom germanischen arbaiþis (Mühe, Beschwernis, Leiden) und ist vermutlich gleichen Ursprungs wie das slawische работа (rabota: Mühsal, Sklaverei).

Mühsal, Leiden, Sklaverei trifft es doch ziemlich gut.


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