Archiv für August 2011

Der Narr spricht in seinem Herzen. Da ist kein Gott. Na und?

26 August 2011

Lieber Christof S.,

wer so lange Kommentare schreibt, hat sich einen eigenen Artikel verdient. Schon allein deshalb, weil Kommentare in diesem Umfang sonst nur bei den Sexthemen vorkommen. Aber bevor ich mich in allen Einzelheiten mit Deinen ..äh… „Argumenten“ auseinandersetze, ein paar Vorbemerkungen:

  1. Ich bin Atheist. Ich glaube also nicht an Götter, Geister und Dämonen. Weder an Deinen Gott noch an irgendeinen anderen.
  2. Was Du glaubst, ist mir – bei allen Respekt- scheißegal. Ich bitte um Verzeihung, daß ich so ordinär werden muß, aber ich wollte mich so unmißverständlich wie möglich ausdrücken.
  3. Daß du den Sinn des Lebens entdeckt zu haben glaubst, freut mich für Dich, bzw. es würde mich freuen, würde es mich denn interessieren.
  4. Ich betrachte es als mein Recht, mich über alles lustig zu machen, was ich lustig finde und auch über die Sachen die ich gar nicht lustig finde, aber nicht ändern kann. Ich bin der Hofnarr der den Finger zärtlich in Wunde legt und nochmal rumdreht. Ich bin das blöde Balg am Strassenrand, das mit allen Fingern gleichzeitig auf den Kaiser zeigt und „Aber er hat ja gar nichts an!“ brüllt.
  5. Zum Ausgleich dazu ist es Dein Recht, Dich über meine Albernheiten zu ärgern/Dich über mich lustig zu machen/mich zur Hölle zu wünschen/etc. pp.
  6. Allerdings würde ich mir an deiner Stelle die Mühe sparen. Meine liebe Ex-Frau hat mich mal als „arroganten, misanthropischen Mistkerl“ beschrieben, und die Frau hat mich immerhin geliebt. Du kannst Dir also vorstellen, wohin Du Dir Deine Meinung über mich mal stecken kannst.
  7. Ich habe nicht die Absicht Deinen Glauben/Deine Philosphie/Deine Weltanschauung zu ändern. Ich würde nicht einmal ein entsprechenden Versuch unternehmen. Ich bin fest davon überzeugt, das Diskussionen zwischen Theisten und Atheisten nutzlos sind. Letztlich läuft es immer auf ein „immer zweimal mehr wie du“ hinaus. Außerdem interessiert mich dafür Deine Meinung wie schon gesagt nicht annähernd genug. Du darfst daher das Ganze hier mit einigen Recht als als egozentrisches Selbstgespräch betrachten.

Mahlzeit.

Und nun zu den Einzelheiten: (weiterlesen…)

Das Wort zum Donnerstag

25 August 2011

Wahrlich liebe Brüder und Schwestern im Faulsein, das kommt dabei raus, wenn man Götter anbetet. Man steht in einer rätselhaften Welt und fragt sich: „Was will uns der Künstler/Autor/Gott damit sagen?“
Die Jesuswüörgker zum Beispiel fragen sich ganz verzweifelt: „Was will Gott den USA sagen?„ Ist es ein Aufruf zur Umkehr? Zur moralischen Erneuerung vielleicht? Oder lautet die Botschaft „Baut erdbebensichere Häuser?“ Sie wissen es nicht. Denn zwar schreiben die Gottgläubigen ihrem imaginären Kumpel im Himmelreich Allmacht zu, aber die Fähigkeit zur schlichten Informationsweitergabe fehlt offenbar im omnipotenten Instrumentarium. Gott kann also nicht reden. Oder Gott kann reden, aber wir verstehen ihn nicht*. Und so steht er da der Christ, ratlos, verzweifelt, verunsichert.

Uns aber liebe Geschwister geht solche Unsicherheit ab. Wir müssen nicht rätseln und kein Zweifel trübt unseren Glauben. Denn wir wissen, die Botschaft des Pfannkuchens lautet: „Iss mich!

Amen.

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*Beides spricht nicht gerade für Allmacht, aber sei`s drum.

Taubtrüber Ginst am Musenhain!

25 August 2011

Zum Tode von Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow:

Fürst Roland der Plagierende trägt die Loriot-Gedächtnisnudel. Krawehl. Krawehl.

Das war mal ein Künstler, den ich vermissen werde.

Das Wort zum Mittwoch

24 August 2011

Wahrlich liebe Brüder und Schwestern der Faulheit es gibt Menschen, die glauben tatsächlich, daß ohne GOTT kein Mensch gut sein könne. Ja sogar, daß „nur GOTT allein gut“ sei. Nun liegt es uns engagierten Faulpelzen selbstverständlich völlig fern, Angehörigen anderer Religionen Vorschriften darüber zu machen, was sie glauben wollen und was nicht. Schon allein deshalb, weil das zuviel Arbeit macht.
Aber natürlich werden wir uns ganz im Stillen so unsere Gedanken machen, über die Irrlehren die hier wieder einmal verbreitet werden.
Denn wir, die Anhänger des einzig wahren Glaubens, glauben nicht nur, sondern wissen, daß es der Pfannkuchen allein ist, der den Menschen gut sein läßt. JA, der Pfannkuchen liebe Brüder und Schwestern serviert mit köstlichen Pflaumenmus, deliziöser Erdbeerkonfitüre oder gaumenschmeichelnder Sauerkirschmarmelade! Nicht von sich aus ist der Mensch gut, und nicht weil irgendein dahergelaufener GOTT es will, sondern gut ist der Mensch allein durch den Pfannkuchen! Selbst die Christen die doch in so vielen ihrer Lehren irren, beten den Pfannkuchen an und essen ihn in ihren heiligsten Riten. Freilich sind deren „Pfannkuchen“ viel zu klein, schmecken pappig und außerdem gibt es nie Pflaumenmus dazu. Aber das Prinzip haben sie richtig erkannt.
Denn da wo kein Pfannkuchen ist, da ist der Mensch traurig, verbittert und einsam. Furcht wird sein Herz umfangen, und wie schon Pfannkuchenmeister Yoda sagte: „Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite des Pfannkuchens. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu ekligen Lebensmitteln.“

Na da sag ich doch mal: Amen.

Komisch, irgendwie hab ich jetzt Appetit auf Pfannkuchen.

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PS: Diabetiker, Zöliakieerkrankte, Lactoseintolleranzbetroffene, Veganer und sonstige im Sinne der Pfannkuchenhaftigkeit behinderte Brüder und Schwester, steht es selbstverständlich frei, sonstige beliebige Lebensmittel zur Grundlage ihrer moralisch-ethischen Grundsätze zu erklären. Von mir aus sogar Gott*.

*Was für ein Gemüse das auch immer sein mag.

Ich wünschte, ich könnte das auch.

24 August 2011

Es gibt Dinge, die kann ich richtig gut. Arbeitsabläufe analysieren und Prozeßbeschreibungen erstellen nur so zum Beispiel. Und daraus eine wundervolle Software basteln, die exakt das tut, was man braucht. Nicht mehr und nicht weniger.
Was ich aber gar nicht kann, ist Marketing. Ich kann locker 150 engbedruckte Seiten mit einer Systembeschreibung füllen, wenn ich aber nur 5 Power-Point-Charts* präsentieren muß, um meine Software zu verkaufen, bin ich angeschissen. Das bringe ich einfach nicht. Und dann kommen die Marketingheinis irgendeiner bekannten (hier besser nicht zu benennenden) Softwarefirma daher, und überzeugen mit schönen Worten und bunten Bildern den Vorstand davon, die Spitze aller Programmierkunst zu kaufen. *Seufz* Und dagegen kommt man mit Vernuunft allein einfach an. Bunte Bilder sind eben bunte Bilder.
Ich wünschte ich könnte das auch. Aber bunte Bilder kann ich auch nicht.
Ein bißchen** ist das so, wie in der DDR. Da redet jemand flüssig und eloquent von der „Historischen Mission der Arbeiterklasse“ und der „dialektisch-materialistischen Methode“ oder heute von „Synergieeffekten“ und „Diversity Management“ und obwohl das alles kompletter Blödsinn ist, kommt er damit nicht nur durch, sondern wird auch noch dafür gefeiert. Statt Innovationen nur gehaltloses Geschwätz. Ich kann so was nicht. Ich kann nur Bedienungsanleitungen.
Wahrscheinlich liegt das daran, daß ich Worte mag, und mich deshalb nicht überwinden kann, harmlose unschuldige Worte zu vergewaltigen, um sie anschließend auf den linguistischen Straßenstrich zu schicken, damit sie ordenlich Kohle für mich ranschaffen. Wahrscheinlich finde ich Marketingfuzzies deshalb so eklig. Sie klingen einfach zu sehr wie Zuhälter.  
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*Aaargh.
**vielleicht sogar ein bißchen mehr als nur ein bißchen

Ich bin ja so was von urlaubsreif

22 August 2011

nur noch 4 Tage und der Rest vom Heute.

Dinge die ich mir für den Urlaub vorgenommen habe:

  1. Ein Terry-Pratchett-Gedächtnis-Marathon. Alle Bücher von Pterry binnen einer Woche zu lesen sollte möglich sein.
  2. Ein Lost- und/oder Battlestar-Galactica-Marathon. Irgendwann muß ich ja mal rauskriegen, worum es da eigentlich ging.
  3. Allgemeines Füßehochlegen.
  4. Fett werden. erledigt.

Au weia!

18 August 2011

Fernsehen meine lieben Hobbitse, macht nicht nur doof, sondern, einer australischen Studie zufolge, auch noch tot. Wer täglich 6 Stunden in die Glotze guckt, kann sich ganze 5 Jahre früher die Radieschen von unten angucken.
Nun will ich ja den Wissenschaftlern nicht erklären wie sie ihr Handwerk zu betreiben hätten, aber ich wüßte schon gerne mal, ob sich die Jungs mal überlegt haben, wer zur Hölle denn so viel Zeit hat, täglich 6 Stunden abzuhängen, und ob diejenigen nicht trotzdem den Löffel abgeben würden, wenn sie statt fernzusehen, sagen wir mal Romane lesen oder sich den Sack kratzen würden.

Aber was weiß ich schon.

Och nö.

18 August 2011

Kumpel erzählt mir, daß er unbedingt mal einen Dreier mit seiner Frau und deren bester Freundin haben will. Das ist ja nun grundsätzlich erst mal Geschmacksfrage, aber ich kann mit solchen Phantasien nix anfangen. Abgesehen davon, daß die beste Freundin der Frau sowieso schon alle relavanten Information über deine liebhaberischen Qualitäten hat*, weshalb die ganze Aktion eher peinlich werden könnte, ist es doch so, daß man für den gleichen Spaß die doppelte Arbeit leisten muß. Wieso sollte man sich so was antun?

.

.

*Frauen reden über so was. Keine Ahnung wieso.

Wahrlich ich sage Euch:

16 August 2011

„Ich habe heilende Hände!“

Ich bin jetzt dahintergekommen, warum die ganzen „alternativen Mediziner“ glaubenm heilen zu können. Ich kann das nämlich auch! Zwar nicht bei Menschen, Tieren oder Topfpflanzen, dafür aber bei Computern. Ein typischer Fall geht ungefähr so:

Typ mit defekten Computer (TMDC): „Ja hallo Herr Schwarzer, also mein Rechner ist irgendwie so kaputt oder so.“
Roland Schutzheiliger der Datenverarbeitung (RSdDV): „Fehlermeldung?“
TMDC: „Äh… Was?“
RSdDV: „Wie lautet die FEHLERMELDUNG?“
TMDC: „Äh… Was?“
RSdDV: „Schon gut. Klicken sie mal das Programmsymbol mit der RECHTEN Maustaste an. Und klicken Sie im Kontextmenü auf…“
TMDC: „Äh… Nicht so schnell bitte?“
RSdDV: „Programmsymbol. RECHTE Maustaste…“
TMDC: „Jetzt startet das Programm…“
RSdDV: „Nochmal, RECHTE Maustaste!“
TMDC: „Ach so.“
RSdDV: „Und im Kontextmenü…“
TMDC: „Wo?“
RSdDV: „Im Kontextmenü.“
TMDC: „Da ist kein Kontextmenü.“
RSdDV: „Doch.“
TMDC: „Nein!“
RSdDV: „Doch.“
TMDC: „Neihein!“
RSdDV: „immer zweimal mehr wie du.“
TMDC: „Was?“
RSdDV: „Nichts. Wo sitzen Sie? “
TMDC: „Daundda.“
RSdDV: „Bin gleich da…“

Lauf ich also zum Platz des Anwenders und siehe da, allein durch meine Anwesenheit hat die Maus plötzlich auch eine rechte Taste, das Programm ein Kontextmenü und der angebliche Fehler tritt auch nicht mehr auf.

Wenn das mal kein Beweis für meine magischen Hände ist.

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PS: Könnte natürlich auch ein klassischer Fall von: „Der Fuchs ist nur so schlau, weil die Hühner so dumm
sind“ sein. :mrgreen:

8 Wochen hintereinander

13 August 2011

habe ich nun schon den schönen Sonnabend mit Arbeit verschwendet, weil eben so viel los war. Und nach nur acht Wochen frage ich mich schon: Was mache ich jetzt nur mit der ganzen freien Zeit.

Ach ja, jetzt weiß ich es wieder:

Das heilige Barfußritual.

 Ahh… Das habe ich vermisst.


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