Archiv für September 2011

Abwesenheitsnotiz

29 September 2011

Ich muß mich mal für ein/zwei Wochen abmelden. Mal ganz davon abgesehen, daß ich wieder arbeiten muß, ist meine Freizeit gerade angefüllt mit allerlei Erfreulichkeiten, die mir jede sonstige Ablenkung verunmöglichen.
Ich will jetzt gar nicht ins Detail gehen, würde ich es aber tun, so kämen jede Menge Knutschereien, zerwühlte Bettlaken und natürlich Pfannkuchen mit Erdbeeren in der Geschichte vor.

Ich hoffe doch, in bin entschuldigt?

Neutrino praecox

26 September 2011

So ein Neutrino hat es auch nicht leicht im Leben. Neutrinos bewegen sich nämlich womöglich schneller als das Licht, kommen also früher an als man es erwartet hat. Die Innung der Physiker ist darüber natürlich zurecht empört.
Ich möchte da doch beruhigend anmerken, daß sich zu frühes Kommen meist mit dem Ende der Pupertät von selbst erledigt.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Dr. Sommer Schwarzer

PS: Einige der Neutrinowitze sind richtig gut.

Reich und berühmt

26 September 2011

Obschon ich der geborene Faulpelz bin, hat mich eine schreckliche Laune des Schicksals, als Sohn der Atrbeiterklasse zur Welt kommen lassen. Ruhm erwirbt man als solcher nur selten und wenn doch, dann meist nur als tragischer Held, der nach kurzem ausssichtslosem Kampf gegen den Imperialismus einen viel zu frühen Tod zu sterben hat. Auf so etwas kann ich ja gut verzichten. Reichtum erwirbt man so schon mal gar nicht. Aber ich habe jetzt die Idee.
Ich werde nämlich auf Kinderbuchautor umsatteln. Vor meinem inneren Auge sieht das schon mal ganz gut aus. Kurze kleine Geschichten über lustige Zwerge und niedliche Tiere, hübsche Mädchen und starke Jungs, und was die Bälger bzw. deren Eltern sonst noch gern lesen. Reich wird man so natürlich auch nicht, aber der Trick kommt ja erst noch. In die Texte und Bilder werde ich nämlich unterschwellige Botschaften einbauen, in der Art von „Klaue alles Geld aus Muttis Geldbeutel und schicke es mir!“ oder „Fälsche Papas Unterschrift unter einer Eigentumsurkunde für eure Häuschen!“
Ratzfatz werden ich Berge von Geldumschlägen bekommen. Gold. Silber und Geschmeide werden tonnenweise auf mich herabregnen, Inhaberschuldverschreibungen, Aktien, Grundbesitzurkunden werden mir zuflattern und schon bald bin ich größter Grundbesitzer Deutschlands.
Nächster Schritt, WELTHERRSCHAFT! Muahahahaha!

Mahlzeit.

Diverse Übermüdungsgedanken

22 September 2011

Als ich gestern so gegen 17:00 Uhr nach Hause kam, und „nur mal kurz“ den Kopf aufs Kissen legte, bin ich natürlich prompt eingeschlafen. Und wie ich dann so gegen 23:30 Uhr wach wurde, war an Schlaf für den Rest der Nacht natürlich nicht mehr zu denken. Deshalb hocke ich gerade mir eingezogenem Kopf hinter meinen Monitor, versuche möglichst beschäftigt auszusehen und hoffe inständig, daß mir keiner auf den Sack geht. Jedenfalls solange nicht, bis ich unter dem Vorwand eines „außerhäusigen“ Termins die Hütte verlassen kann.

In der Zwischezeit schießt mir allerlei Unsinn durchs übermüdete Hirn:

Einem Kollegen beispielsweise ist gerade der Hunde gestorben, und jetzt fragt er sich, wie er das wohl seinen Kindern beibringen soll. Da bin ich als Nachkomme einer langen Ahnenreihe mit bäuerlichen Traditionen eher wenig als Ratgeber geeignet. Aufklärung über den Tod fand bei uns üblicherweise bei Tische statt. „Ach übrigens Roland, Schnuffi (Symbolphoto) ist gestern Nacht ..äh… gestorben. Laß dir den äh… falschen Hasen schmecken.“ Übermäßige Sensibilität will in solchen Sozialisationszusammenhängen gar nicht erst entwickeln.
Mein Rat als Ex-Sozialpädagoge lautet übrigens, das Kind nicht mit seiner Verwirrung über den Tod allein zu lassen. Man kann da prima Rollenspiele machen. CSI-Dulsberg-Nord beispielsweise: „Und Doc was ist passiert?“ „Nun Hr. Grissom, das Opfer starb durch Exsanguination infolge einer Eröffnung der Arteria carotis communis durch ein extrem scharfes Schneidwerkzeug. Die vollständige Enthäutung ist den Histaminwerten zufolge wahrscheinlich post-mortem erfolgt. Der Täter hatte hervorragende anatomische Kenntnisse und ist daher sehr wahrscheinlich Arzt. Oder Koch.“
Zack schon ist die Furcht vorm Tod gebannt. Zumal wenn die Leiche anschließend àn leckerer Weisweinsoße und Kapern serviert wird. Da lernt das Balg gleich, daß der Tod nicht auch das Ende der gesellschaftlichen Nützlichkeit bedeuten muß.
Zu Risiken un Nebenwirkungen befragen sie bitte ihren örtlich zuständigen Psychotherapeuten.

Weil ich es gerade bei Frau Welt des Wissens las, möchte ich hier einmal auf das wundervolle deutsche Wort „verpönen“ hinweisen, daß heutzutage nur noch viel zu selten verwendet wird.
Damit dies Wort nun nicht gänzlich ausstirbt, schlage ich einen Bedeutungswandel vor. Am besten  wir benennen künftig eine sexuelle Praktik so. Dabei ist es mir völlig egal, um welche Praktik/en es sich handelt. Ich finde nur die Vorstellung einer inflationären Verwendung von „verpönen“ in Pronosfilmen so schön. „Jaaa du Luder! Verpöne mich! Verpöne mich so richtig!“ „Ich werd dich in Grund und Boden verpönen du verpönte Sau!“ Vielleicht könnte man sich auch im privaten Rahmen zu Verpönungpartys verabreden, wo man sich von Wildfremden mit Hitlerbärtchen und Papstkostüm mal so richtig einen verpönen lassen kann. 
Na Ihr habt schon verstanden. Vorschläge zur Art der Praktik bitte in die Kommentare. (nur ernstgemeinte Bildzuschriften bitte)

Apropo Sex. Sex im Dunkeln führt angeblich zu Verwirrung. Jedenfalls wenn man ein Kalmar ist. Ich finde das diskriminierend. Im vollen Hormonrausch bin ich auch nicht viel intelligenter als ein Kopffüßler und verwirrt bin beim Sex eigentlich immer. Meist darüber, daß es überhaupt zum Sex kam, und das er schon wieder vorbei ist.

Und apropos Tod. Hab ich schon erwähn, daß ich todmüde bin? Ach ja?

Ich gebe zurück in die angeschlossenen SM-Studios.

(Ein Wort zum Mittwoch) Morgens halb zehn in Deutschland…

21 September 2011

… versammeln sich in der Raucherecke meiner Firma die letzten Unbelehrbaren, stecken sich eine Kippe in das vergilbte, faltige Antlitz und freuen sich des Lebens. Gelegentlich unterstreicht ein leise gurgelndes Husten die friedliche Stimmung. Feuerzeuge werden einander geliehen, Zigaretten großzügig geteilt, ganz so als hätte ein Zelebrant gesagt: „Gebt einander ein Zeichen des Friedens.“
Freilich wird hier kein katholischer Gottedienst gefeiert. Nein, was hier statt findet, ist eine Feier des Lebens, ein Hochamt der Lebensfreude. Vor Gevatter Tod und in der Raucherbutze sind alle Menschen gleich. Und so steht hier Direktor neben Putzfrau, Ingenieur neben Hausmeister, Mann neben Frau, Jude neben Moslem und alle haben ne Kippe in der Lippe. Noch nie in der Geschichte der Menschheit, ist ein Krieg vom Boden der Raucherecke ausgegangen.

Allein, ganz freiwillig sind sie hier nicht versammelt. Das Gesetz hat sie hierher verbannt, vorgeblich zum Schutz derjenigen, die sich aus zivilisatorischer Feigheit dem Tabakkonsum verweigern wollen, weil es ihnen scheint, als ob die bloße Ahnung eines Tabaklüftchens gesundheitsgefährdenter sei, als ein 14tägiger Massageurlaub in einer Lebrakolonie. In geschlossenen Räumen zu rauchen, ruft ja inzwischen Reaktionen hervor, als hätte man mal eben ein Tütchen Ebola-Viren in die Klimaanlage gekippt.
In Wahrheit geht es beim Raucherverbannungsgesetz natürlich nicht um Nichtraucherschutz, sondern darum, am Ende sagen zu können: „Selbst schuld!“ Stirbt nämlich am Ende eines lustigen (und kurzen) Lebens der gemeine Raucher an Lungenkrebs, Raucherbein oder Nikotinitis vulgaris kann man sich fröhlich grinsend hinstellen, und das Solidaritätsprinzip aufkündigen, weil der Staat ja alles getan hat, um uns vor uns selbst schützen.

Indes, das ficht uns wen’ge Glückliche, uns Häuflein Brüder nicht an. Mit jede Kippe feiern wir das Leben und jede Raucherpause wird zu einer kleinen Revolution gegen das unmenschliche System des Kapitals.

Zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

Mahlzeit.

Über den Umgang mit übriggebliebenen E-Mails

20 September 2011

Nimm dies! Drecksarbeit!

Kuckuck, da bin ich wieder.

19 September 2011

zurück aus meinem epikureischen Garten, im Amtsdeutsch des BUrlG auch gerne Erholungsurlaub genannt. Entspannt, erholt, feist und glänzend, wie ein Schweinchen aus Epikurs Herde.

Aber weil immer noch gilt, daß nur die Fleißigen den Müßiggang wirklich zu würdigen wissen, will ich mich nicht darüber beklagen, wieder arbeiten zu müssen. Immerhin hat es den Vorteil, daß ich mich dann auch wieder mit meinem Blog beschäftigen kann, weil -wie ich zm wiederholten Male feststellen mußte- zuviel Faulheit der Kreativität nicht eben zuträglich ist.

Die besten Filme für einen Sonntagnachmittag V

18 September 2011

„… der hat es einfach nicht begriffen, dass die Schwester ja nicht machen kann, dass es wieder Gestern wird, dass sie die Zeit nicht umdrehen kann. Vielen Dank Einstein, ich sag dir, das war ein Irrer …“

Ich habe keine Ahnung, ob es überhaupt Filme gibt, die man gesehen haben muß, aber wenn es Sie gibt, dann gehört „12 Monkeys“ auf jeden Fall in die Top 100:

„Gegen Wahnsinn gefeit, wer den Affen befreit!“

Die besten Filme für einen Sonntagnachmittag IV

11 September 2011

Ich muß mich mal als Fan von Nicole Kidman outen. Zugegeben, sie hat in einigen Filmen mitgespielt, die besser ungedreht geblieben wären, als da beispielsweise „Verliebt in eine Hexe“ oder „Die Frauen von Stepford“ wären (von den „BMX-Bandits“ ganz zu schweigen), aber andere Filme waren geradezu eine Offenbarung.

„Dogville“ war doch geradeso als hätte Bert Brecht selbst hinter Kamera gestanden,

und „Dead Calm“ haut mir auch nach dem x-tenmale die Füße weg.

Verstrickt im Mamma-Garn

5 September 2011

Entgegen meiner Ankündigung habe  ich dann doch keinen Terry-Pratchett-Gedächtnis-Marathon begonnen. Stattdessen habe ich einen Ausflug an die zamonische Riveria unternommen, um an Prof. Dr. Abdul Nachtigallers Nachtschule ein Seminar in Anagrammbildung zu besuchen.

Fürchte jetzt allerdings, in den Wahnsinn getrieben zu werden, weil die schiere Vielzahl an Figuren und Namen mein Nicht-Eydeeten-Gehirn zu überfordern droht. Zur kurzfristigen Behandlung habe ich mir eine doppelte Dosis Kleines Arschloch verordnet. Jetzt gehts wieder.

Ich bin dann mal wieder weg.


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