Archiv für die Kategorie ‘puschlige Kirche der heiligen Faulpelze’

Liebes kath.net,*

30 Januar 2012

ich kann ja verstehen, daß Du die sexuelle Aufklärung von Kindern für böse böse hältst. Das wird wahrscheinlich an Deiner katholischen Erziehung liegen. Aber aus meiner Erfahrung als Kind und Ex-Pädagoge laß Dir das eine mal gesagt sein: Das, was so oft und so gern als “kindliche Unschuld” hingestellt wird, ist meist nichts anderes als Unwissenheit. Und die ist nur selten erstrebenswert.

Die  PKHF™ sieht das Ganze aus einem eher pragmatischen Blickwinkel. Rechtzeitige Aufklärung erspart die Mühe von Teenagerschwangerschaften.

Herzliche Grüße

Roland der Aufgeklärte

Papst vom Dulsberg 
König von Mecklenburg/Vorpommern
Sexualbeauftragter der  PKHF™ (Sprengel Dulsberg)

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*Wie lautet eigentlich die korrekte Anrede für eine Website?

12 Überstunden

25 Januar 2012

… allein in den letzten 3 Tagen. Wäre ich nicht Gründer der PKHF™ müßte ich mich glatt selbst exkommunizieren.

Monsterprojekt: 52 Bücher, Woche 1

7 November 2011

Thema 1: Das Buch, das du zurzeit liest.

Hmm. Ich muß zugeben, daß ist gar nicht so leicht zu beantworten, neige ich doch dazu, mehrere Bücher gleichzeitig zu lesen. Genaugenommen  lese ich die Bücher natürlich nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd, aber ihr wisst schon was ich meine.
Jedenfalls lese ich zur Zeit:

  1. Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ von Walter Moers
  2. Das Evangelium nach Jesus Christus“ von José Saramago
  3. „Wofür es sich zu leben lohnt: Elemente materialistischer Philosophie“ von Robert Pfaller
  4. und „DER FUTUROLOGISCHE KONGRESS. Aus den Erinnerungen des Ijon Tichy“ von Stanislaw Lem
  5. darüber hinaus habe ich hier noch ein/zwei Schinken von Stephen King rumzuliegen.
Zum Evangelium kann ich noch nicht allzu viel sagen, weil ich grad erst 40 Seiten gelesen habe, und 50 Seiten gebe ich jedem Buch, bevor ich es in Grund und Boden verdamme. Ein Buch aber in dem Sätze wie: „Gott, der allenorts ist, war auch hier zugegen, doch da er ist, was er ist, rein ein Geist, konnte er nicht sehen, wie die Haut des einen die Haut des anderen berührte, wie sein Fleisch in ihr Fleisch drang , das eine wie das andere für eben dies geschaffenund sicherlich war er schon nicht mehr zugegen, als Josefs geheiligter Samen sich in das geheiligte Innere Marias ergoß, heilig beide, weil sie der Quell und der Becher des Lebens, in Wahrheit gibt es Dinge, die selbst Gott nicht versteht, auch wenn er sie erschuf.“ kann nicht wirklich schlecht sein, auch wenn es sich nicht unbedingt so wegliest, wie ein Stephen King. Vielleicht kommen wir in den nächsten 51 Wochen ja noch einmal darauf zurück.
Das Labyrinth dagegen ist eindeutig ein echter Moers, und auch wenn die Kritik bei Amazon sehr gespalten ist, ich mag den zweiten Teil aus den Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers, schon allein deshalb, weil er mein immer noch kindliches Gemüt anspricht. Muß man aber nicht gelesen haben.
Die philosophische Abhandlung von Robert Pfaller kann ich uneingeschränkt allen treuen Anhängern der PKHF empfehlen, sagt doch Kollege Pfaller genau das, was ich auch immer meine, wenn ich sage: „Der Sinn des Lebens ist ein Pfannkuchen“. Natürlich sagt er das viel klüger als ich und Pfannkuchen werden mit keinem Wort erwähnt, aber trotzdem.
Bleibt zum guten Schluß noch Der futurologische Kongreß. Das ist nun ein Buch, daß ich schon seit mehr als 25 Jahren immer wieder lese, und das vermutlich nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, daß ich heute einen leichten Sockenschuß mein eigen nenne. Darüber werden wir auf jeden Fall noch einmal reden.
So das lese ich also gerade. Was ihr jetzt damit anfangt weiß ich nicht, ich jedenfalls muß jetzt dringend Pfannkuchen machen.
Mahlzeit.

Ganz vergessen

3 November 2011

Vorgestern war ja Allerheiligen. Hier in Dulsberg haben wir den Tag natürlich auch gefeiert, allerdings unter seiner neuen Produktbezeichnung “Allerhandigen“. Anhänger der PKHF begehen diesen Tag in Erinnerung an die Worte, die der Prophet Roland, dem man grade erklärt hatte, daß Christen es angeblich schaffen, zu Allerheiligen aller 6650 Heiligen (die unbekannten Heiligen nicht eingerechnet) zu gedenken.
“Dascha ma allerhand” soll der Prohet gesagt haben, bevor er noch einen Pfannkuchen vertilgte.

Allerhand in der Tat. Gehet hin, und esset Pfannkuchen!

Mahlzeit.

Der Narr spricht in seinem Herzen. Da ist kein Gott. Na und?

26 August 2011

Lieber Christof S.,

wer so lange Kommentare schreibt, hat sich einen eigenen Artikel verdient. Schon allein deshalb, weil Kommentare in diesem Umfang sonst nur bei den Sexthemen vorkommen. Aber bevor ich mich in allen Einzelheiten mit Deinen ..äh… “Argumenten” auseinandersetze, ein paar Vorbemerkungen:

  1. Ich bin Atheist. Ich glaube also nicht an Götter, Geister und Dämonen. Weder an Deinen Gott noch an irgendeinen anderen.
  2. Was Du glaubst, ist mir – bei allen Respekt- scheißegal. Ich bitte um Verzeihung, daß ich so ordinär werden muß, aber ich wollte mich so unmißverständlich wie möglich ausdrücken.
  3. Daß du den Sinn des Lebens entdeckt zu haben glaubst, freut mich für Dich, bzw. es würde mich freuen, würde es mich denn interessieren.
  4. Ich betrachte es als mein Recht, mich über alles lustig zu machen, was ich lustig finde und auch über die Sachen die ich gar nicht lustig finde, aber nicht ändern kann. Ich bin der Hofnarr der den Finger zärtlich in Wunde legt und nochmal rumdreht. Ich bin das blöde Balg am Strassenrand, das mit allen Fingern gleichzeitig auf den Kaiser zeigt und “Aber er hat ja gar nichts an!” brüllt.
  5. Zum Ausgleich dazu ist es Dein Recht, Dich über meine Albernheiten zu ärgern/Dich über mich lustig zu machen/mich zur Hölle zu wünschen/etc. pp.
  6. Allerdings würde ich mir an deiner Stelle die Mühe sparen. Meine liebe Ex-Frau hat mich mal als “arroganten, misanthropischen Mistkerl” beschrieben, und die Frau hat mich immerhin geliebt. Du kannst Dir also vorstellen, wohin Du Dir Deine Meinung über mich mal stecken kannst.
  7. Ich habe nicht die Absicht Deinen Glauben/Deine Philosphie/Deine Weltanschauung zu ändern. Ich würde nicht einmal ein entsprechenden Versuch unternehmen. Ich bin fest davon überzeugt, das Diskussionen zwischen Theisten und Atheisten nutzlos sind. Letztlich läuft es immer auf ein “immer zweimal mehr wie du” hinaus. Außerdem interessiert mich dafür Deine Meinung wie schon gesagt nicht annähernd genug. Du darfst daher das Ganze hier mit einigen Recht als als egozentrisches Selbstgespräch betrachten.

Mahlzeit.

Und nun zu den Einzelheiten: (weiterlesen…)

Das Wort zum Donnerstag

25 August 2011

Wahrlich liebe Brüder und Schwestern im Faulsein, das kommt dabei raus, wenn man Götter anbetet. Man steht in einer rätselhaften Welt und fragt sich: “Was will uns der Künstler/Autor/Gott damit sagen?”
Die Jesuswüörgker zum Beispiel fragen sich ganz verzweifelt: “Was will Gott den USA sagen?“ Ist es ein Aufruf zur Umkehr? Zur moralischen Erneuerung vielleicht? Oder lautet die Botschaft “Baut erdbebensichere Häuser?” Sie wissen es nicht. Denn zwar schreiben die Gottgläubigen ihrem imaginären Kumpel im Himmelreich Allmacht zu, aber die Fähigkeit zur schlichten Informationsweitergabe fehlt offenbar im omnipotenten Instrumentarium. Gott kann also nicht reden. Oder Gott kann reden, aber wir verstehen ihn nicht*. Und so steht er da der Christ, ratlos, verzweifelt, verunsichert.

Uns aber liebe Geschwister geht solche Unsicherheit ab. Wir müssen nicht rätseln und kein Zweifel trübt unseren Glauben. Denn wir wissen, die Botschaft des Pfannkuchens lautet: “Iss mich!

Amen.

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*Beides spricht nicht gerade für Allmacht, aber sei`s drum.

Das Wort zum Mittwoch

24 August 2011

Wahrlich liebe Brüder und Schwestern der Faulheit es gibt Menschen, die glauben tatsächlich, daß ohne GOTT kein Mensch gut sein könne. Ja sogar, daß “nur GOTT allein gut” sei. Nun liegt es uns engagierten Faulpelzen selbstverständlich völlig fern, Angehörigen anderer Religionen Vorschriften darüber zu machen, was sie glauben wollen und was nicht. Schon allein deshalb, weil das zuviel Arbeit macht.
Aber natürlich werden wir uns ganz im Stillen so unsere Gedanken machen, über die Irrlehren die hier wieder einmal verbreitet werden.
Denn wir, die Anhänger des einzig wahren Glaubens, glauben nicht nur, sondern wissen, daß es der Pfannkuchen allein ist, der den Menschen gut sein läßt. JA, der Pfannkuchen liebe Brüder und Schwestern serviert mit köstlichen Pflaumenmus, deliziöser Erdbeerkonfitüre oder gaumenschmeichelnder Sauerkirschmarmelade! Nicht von sich aus ist der Mensch gut, und nicht weil irgendein dahergelaufener GOTT es will, sondern gut ist der Mensch allein durch den Pfannkuchen! Selbst die Christen die doch in so vielen ihrer Lehren irren, beten den Pfannkuchen an und essen ihn in ihren heiligsten Riten. Freilich sind deren “Pfannkuchen” viel zu klein, schmecken pappig und außerdem gibt es nie Pflaumenmus dazu. Aber das Prinzip haben sie richtig erkannt.
Denn da wo kein Pfannkuchen ist, da ist der Mensch traurig, verbittert und einsam. Furcht wird sein Herz umfangen, und wie schon Pfannkuchenmeister Yoda sagte: “Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite des Pfannkuchens. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu ekligen Lebensmitteln.”

Na da sag ich doch mal: Amen.

Komisch, irgendwie hab ich jetzt Appetit auf Pfannkuchen.

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PS: Diabetiker, Zöliakieerkrankte, Lactoseintolleranzbetroffene, Veganer und sonstige im Sinne der Pfannkuchenhaftigkeit behinderte Brüder und Schwester, steht es selbstverständlich frei, sonstige beliebige Lebensmittel zur Grundlage ihrer moralisch-ethischen Grundsätze zu erklären. Von mir aus sogar Gott*.

*Was für ein Gemüse das auch immer sein mag.

Jetzt heilen wir alles!

28 Juli 2011

Ich gebe zu, meiner Trägheitsresonanztherapie war bisher kein großer Erfolg beschieden, was aber wahrscheinlich daran lag, daß ich, als bisher einziger Faul-Heiler, mich bisher weder um Patienten, noch um die Ausbildung des Trägheitsresonanztherapeutennachwuchses kümmern konnte. Oder aus religiösen Gründen nicht wollte.
Andererseits muß die TRT auch gar nicht im klassischen Sinne gelernt werden. Ganz im Gegenteil! Allzu genaue Kenntnisse von Anatomie, Physiologie und Psychologie des Menschen behindern nur die natürliche Empfindsamkeit des Heilers, dessen Aufgabe ja bekanntlich darin besteht, die universelle Trägheitsenergie zu kanalisieren und auf den Kranken zu übertragen.
Nun gehört es zu den Eigenarten kosmischer Energien*, daß sie -einmal angezapft- nicht nur umgehend Heilung für Körper, Geist und Seele der Erkrankten bringt**, sondern den solcherart Genesenen außerdem in die Lage versetzt, die Trägheitsenergie künftig selbst anzuzapfen und weiterzugeben. Mit anderen Worten, wer einmal geheilt wurde, ist künftig selber Heiler. Das soll uns die Schulmedizin erstmal nachmachen.
Und weil man zur Weitergabe der Trägheitsenergie noch nicht einmal Sichtkontakt herstellen muß, sondern einfach die eigene Seele*** damit beauftragen kann, habe ich beschlossen, Euch liebe Leser und treue Anhänger der PKHF™ zu Trägheitsresonanztherapeuten auszubilden.
Hierzu habe ich diesen Eintrag mit haufenweise Trägheitsenergie angereichert. Ihr müßt jetzt nur noch den Bildschirm berühren****, die kosmischen Ströme spüren und ZACK schon seid Ihr ausgebildete Trägheitsresonanztherapeuten mit Trägheitsresonanztherapeutendiplom*****.
Toll, oder!?

Und jetzt gehet hin in alle Welt und heilt die, die da volle Brieftaschen haben mühselig und beladen sind. Ach und 15% Eurer Einahmen gehören mir.

 

PS: Noch mehr Esogedöhns findet Ihr unter esoulk.de.
PPS: Den Hinweis auf esoulk.de habe ich mir übrigens bei von Frau Doktor Buchstäblich geklaut per Datenfernübertragung zusenden lassen.
PPPS: Fr. Dr. Bustä beschäftigt sich übrigens gerade mit QuantenHeilung, was zwar auch ganz lustig klingt, aber meiner Ansicht nach, nicht gegen die sensationelle TRT anstinken kann.
PPPPS: Apropos Quantenheiligung, da fällt mir ein, daß ich schon immer mal die “Schrödingersche-Katzentherapie” entwickeln wollte. Leider verreckt mir das Mistvieh immer kurz bevor ich die Idee zu Ende gedacht habe.

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*kosmische Energien sind alle die Formen von außermaterieller Energie, die zwar von Physikern (diesen Blödköppen) weder nachgewiesen noch theoretisch belegt werden können, aber trotzdem irgendwie Einfluß auf die materielle welt haben können. Das ist zwar kompletter Blödsinn, aber wer liest schon Fußnoten.
**und außerdem Brieftasche und Bankkonto des Heilers auf wundersame Weise füllt
*** Wenn das beim Reiki geht, geht das bei uns schon lange!
**** Küssen, Ablecken oder rektal einführen erfüllt je nach persönlicher Veranlagung den gleichen Zweck.
***** Trägheitsresonanztherapeutendiplomurkunde nicht im Lieferumfang enthalten

Das Wort zum Gestern

2 Juli 2011

Ein bißchen neugierig war ich dann doch, wer wohl so mutig war, diesen voll collen Jesus-Anhänger mitten in Dulsberg abzustellen und so habe ich mal eben die Telefonnummer gegoggelt. Und siehe da, da gibts tatsächlich jemanden. Die <City Bible Mission> nämlich. Sehr englisch die Jungs. Das erklärt natürlich auch, warum die kein “ist” schreiben können, obwohl das eigentlich zu den einfacheren Wörtern im Deutschen gehört. Aber seis drum. So richtig interessant sind die Leute nun auch wieder nicht.
Interessant fand ich nur (wieder einmal) deren Glaubensbekenntnis:

Gott ist Leben, Licht, Liebe und Frieden, und er ist immer im Recht und macht niemals etwas falsch.

Da frag ich mich doch jedesmal, wie man nur auf so etwas kommt. Da reicht doch ein Blick auf die Welt, um sich die Frage zu stellen, ob der allmächtige Weihnachtsmann sich die Sache mit der Menscheit wirklich gut überlegt hat. Meiner Ansicht nach nicht, aber ich glaube ja auch nicht an Götter. Andererseits ist es gar nicht so unmöglich, nie etwas falsch zu machen. Man muß nur dafür sorgen, daß man selbst die Regeln festlegt (und bei Bedarf verändert) und schon ist man unfehlbar. (Berlusconi kommt ja auch nur deshalb nie vor Gericht, weil er rechtzeitig die Gesetze ändern kann.)
Aber “Gott ist Liebe“!? Wie kommt man auf so was? Die Zahl der Argumente die für diese These sprechen könnten, hält sich doch sehr in Grenzen. Klar, wer gerade einen Flugzeugabsturz überlebt hat, mag den Gedanken naheliegend finden, daß er von irgendwem im Himmel ganz schön liebgehabt werden wird. Ob aber jemand der gerade vor Hunger verreckt (ganz zu schweigen von 341 Passagieren die den Absturz nicht überlebt haben), das genauso sieht, darf doch immerhin bezweifelt werden.
Außerdem hat diese Art der Argumentation so etwas Willkürliches. Genausso gut könnte man sagen “Gott ist Fußpilz” oder “Gott ist ein pappiger Keks“. Treue Anhänger der PKHF™ könnten sagen “Gott ist ein leckerer Pfannkuchen mit Erdbeermarmelade, der an einem strahlend schönen Sonntagmorgen im Kuschelbette mit der/dem Liebsten geteilt wird“, und abgesehen davon, daß sich echte PKHF™ler gar nicht erst die Mühe machen, an Götter zu glauben, hätten sie damit nicht weniger Unrecht, als die “Gott-ist-Liebe-Fraktion”.

Es ist doch erstaunlich. Da faseln die Gläubigen überall auf dem Planeten immer wieder von der Unergründlichkeit Gottes, wann immer irgendetwas passiert, das man gerade nicht so richtig zur “Gott-ist-Liebe-These” paßt, aber wenn es um seinen Charakter geht, sind sich alle ganz sicher.
So wird das nix Leute. Wenn schon unergründlich, dann aber bitte auch richtig. Dann kann Gott auch ein Sackgesicht mit beschränkter Intelligenz sein, der gelegentlich etwas falsch macht. Oder eben Fußpilz.

“Gott ist Liebe” Also bitte. Ts.

Ab in die Hölle

20 Juni 2011

Das Fellmonsterchen hat die Gretchenfrage gestellt, oder vielmehr selbige von der Baptist Church weitergeleitet und da will ich mich einer Antwort nicht enthalten.

Folgende Sünden nämlich führen lt. Baptisten-Dingens unmittelbar zu ewiger Höllenstrafe:

Ab dafür.

Da darf  man sich natürlich getrost die Frage stellen, ob man denn selbst zu den Auserwählten gehört, die dereinst die Hölle bewohnen dürfen. Gehen wir es mal im einzelnen durch:

Immoral Young People / Immoral Old People: Ich habe sehr klare moralische Vorstellungen und – im Gegensatz zu manch anderen – halte ich mich sogar daran. Allerdings begründe ich meine Moral nicht mit Rückgriff auf einen imaginären Kumpel im Himmel und von daher wartet auf mich wahrscheinlich die Hölle.

Homos & Lesbos: Weder noch. Weil ich aber sehr auf Frauen stehe, betrachte ich mich sozusagen als Lesbe ehrenhalber. Also auch hier… ab in die Hölle.

Beer Addicts & Potheads: Dem Teufel Alkohol entsagte ich schon vor langer Zeit und Kiffen ist eigentlich mehr was für junge Leute. Außerdem: Wer wird schon kiffen, wenn es auch Psychopharmaka gibt? Hier wartet also eher der Himmel auf mich.

Sports Fanatics: Ich weiß zwar nicht was an Sport so schlimm ist, aber da mir das Thema eher am Arsch vorbei geht… hmm wahrscheinlich Himmel.

Eyes That Seek To Lust: Schuldig im Sinne der Anklage. Würde ich allerdings an Gott glauben, glaubte ich gleichfalls, daß all die schönen Frauen nicht lustvoll anzusehen, die größte aller Sünden wäre. Aber klar… Hölle.

Bodies Dressed To Attract Lust: Pah! Um meinen Body derart zu dressen, daß er Lust erzeugt, bräuchte ich ein Special-Effects-Team. Und zwar rund um die Uhr. Außerdem ging mir mein Äußeres schon immer eher am Arsch vorbei. Also wahrscheinlich eher Himmel

Witches & Occultists: Ich kenne ein homööopathisches Behandlungskonzept gegen Katzenallergien und habe selbiges auch schon erfolgreich angewandt. Außerdem habe ich mit großen Vergnügen die Schriften Aleister Crowleys gelesen. Hmm… Hölle?

Thieves & Greedy People: Nun, Gier kann man mir wahrlich nicht unterstellen. Dazu bin eindeutig zu faul. Ein Dieb war ich aber schon mehr als einmal und ich halte es für durchaus möglich, auch in Zukunft Steuern zu hinterziehen. Also…Hölle.

Atheists & Fake Christians: Also Entschuldigung bitte, aber als Atheist möchte ich bitte nicht mit Christen in einen Topf geworfen werden. Und seien es auch nur gefälschte Christen. Wir haben das Recht nach Stämmen gekreuzigt zu werden! Aber ansonsten eindeutig Hölle.

Fazit: 6:3 für die Hölle. Davon ausgehend, daß schon eine der baptistischen Todsünden zur Hölle verdammt, darf ich wohl davon ausgehen, daß ich meine Ewigkeit wenigstens im Warmen zubringen darf.  Andererseits möchte ich auch nicht Ewigkeiten mit Leuten zubringen, die zwar Kiffer, Homosexuelle und Sportfans, nicht aber Kinderschänder, Vökermörder und Kriegsverbrecher zu Hölle verdammen.
Oder anders ausgedrückt, wenn Leute die solche Listen aufstellen tatsächlich im Paradies landen, dann ist das Paradies der allerletzte Ort wo ich mich aufhalten wollte.

Ein Glück, daß es die PKHF™ gibt. Keine Hölle, kein Himmel, kein ewiges Leben. Nur ein einziges hoffentlich fröhliches Leben.

Mahlzeit.


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