Ich muß mal wieder meine Patienten abarbeiten.
Archiv für die Kategorie ‘der tägliche Wahn’
Fragen über Fragen
17 Dezember 2009Schlechte Zeiten, Gute Nachrichten
16 Dezember 2009Es läßt sich nicht länger leugnen, Weihnachten steht vor der Tür. Das Gute daran: Ich habe es geschafft, der Familie abzusagen und kann nun wahrhaft friedliche Tage erleben! Nur ich, lecker Essen und mein Sofa. Ick freu mir! ![]()
Für den Umstand, daß mir die Absage trotz erheblichen familiären Drucks („Deine Nichte wird soooo traurig sein“; „Mutter wird doch auch nicht jünger„) gelang, verleihe ich mir hiermit den Goldenen Misanthropenorden am Bande mit Eichenlaub, für besondere Verdienste um die Familienemanzipationsbewegung.
*Jubel*
3 Wochen herrlichste Ruhe und Frieden
15 Dezember 2009und dann ist Chefes Urlaub wieder zu Ende. *Seufz*
Ui! Der erste Schnee!
14 Dezember 2009Ei, du liebe, liebe Zeit,
ei, wie hat´s geschneit, geschneit!
Rings herum, wie ich mich dreh´ ,
nichts als Schnee und lauter Schnee. (Friedrich Wilhelm Güll Quelle)
Wie sich der regelmäßiger Leser sicherlich denken kann, gehöre ich nicht zu jenen Menschen, denen ob des frisch gefallenen ersten Schnees, die blanken Freudentränen ins Auge zu fließen pflegen. Als Stadtindianer mit agrarischem Hintergrund weiß ich, daß Schnee für die Landwirdtschaft gut, in in der Stadt aber völlig nutzlos ist. Und darüber hinaus interessiert er mich nicht sonderlich.
Mein liebes Schwesterchen hingegen wird jetzt wahrscheinlich ganz entzückt elfengleich über die Wiesen vor ihrem Häuschen im Mecklenburgischen stampfen, und sich gar nicht mehr einkriegen vor Freude. Ich persönlich, vermute, daß dies die Folge von mehr als dreißig Jahren Drei-Haselnüsse-für-Aschenbrödel-Mißbrauch ist, aber es kann natürlich auch sein, daß mein Schwesterchen ganz allgemein nicht alle Tassen gewandschrankt hat.
„Ja klar, Männer verstehn eben nix von Romatik!“ seufzt es jetzt von den billigen Plätzen. „Moment mal“ sag ich da, „Männer verstehen sehr wohl was von Romantik, es hat nur eben nix mit Sonnenuntergängen, Strandspaziergängen und schon gar nix mit Frauen die in unpraktischen Kleidern durch den Winterwald reiten zu tun. Nämlich!“
Aber auf mich hört sowieso keiner.
Sehr geehrte Bundesregierung
10 Dezember 2009Wir, die frommen und tiefgläubigen Anhänger der PKHF™, fordern hiermit die sofortige Einführung des Rechts auf Winterschlaf für Menschen, bei vollen Lohnausgleich und Erhalt der Rentenversicherungsansprüche. Ein solcher Schritt würde nicht nur unser Recht auf freihe Religionsausübung sicherstellen, sondern auch zur Behebung der ökonomischen und ökologischen Probleme Deutschlands beitragen.
Steht nicht geschrieben: „Wahrlich ich sage Euch, Wer da schläft den ganzen Winter, sündigt nicht“?
Mit freundlichen Grüßen
Roland Schwarzer
i.A. für das internationale Aktionsbündnis Hibernation-Now!
(Nach Diktat verschlafen)
Hab ich eigentlich schon mal erwähnt,
9 Dezember 2009daß ich mit den Ohren wackeln kann?
Nachtrag: Nicht daß das wirklich wichtig wäre.
Nachnachtrag: Oder daß es jemanden interessieren würde.
Neger, Neger, Schornsteinfeger
8 Dezember 2009(Achtung! Es folgt eine seitenlange Auseinandersetzung zu der Frage, ob man denn Menschen „Neger“ nennen darf. Für alle die keinen Bock darauf haben, 3 Seiten selbstverliebtes, schlecht sortiertes, ziemlich konfuses Geschwafel zu lesen, sei hier die Antwort verraten: NEIN. Darf man nicht.)
Darf man einen Menschen „Neger“ nennen? Oder sollte man? Oder doch besser nicht? Ich liebe diese Diskussionen die dann und wann immer mal wieder ausbrechen, und die sich z.T. über Jahre hinwegziehen können. Im Prinzip verlaufen die Diskussionen immer gleich, nach dem Muster:
- Nein darf man nicht, weil rassistisch
- Doch darf man, weil das Wort Neger eigentlich nur Schwarz bedeutet, und daher an sich wertneutral ist
- Darf man trotzdem nicht, weil der Historie wegen vorbelastet und beleidigend.
- Mag ja sein, aber ich meine es nicht beleidigend, und außerdem will ich nicht alle paar Jahrzehnte meinen Sprachgebrauch ändern müssen.
- Aber es kommt beleidigend an, außerdem ist nu echt nich so schwer, einmal in zehn Jahren ein neues Wort zu lernen.
- Aber das ändert sich dann auch wieder, und man muß ja nun auch irgendwie unterscheiden können.
- Wieso muß man unterscheiden können? Sind doch schließlich alles Menschen.
- Das ist doch „Politically-Correctness-Kacke“
- Nazi.
- Selber Nazi
- ad infinitum
Ui, ui, ui. Na das ist aber ein ziemliches Durcheinander. Das sorgen wir erst mal für Ruhe, indem wir die Köpfe der Streithähne gegeneinanderhauen, und dann versuchen wir mal Ordnung in die Sache zu bringen. (mehr…)
Ach Vallie
7 Dezember 2009Die Resultate in Amerika, das ist der Beweis absolut neuartiges Diaetkonzept hat in Amerika die Schlankheitsindustrie geradezu revolutioniert.
Äh, das es im Land der Fettwänstigkeit irgendwelche Resultate für irgendwas diätenartiges gibt, überzeugt mich ja nun nicht unbedingt. Nichts für Ungut liebe Amerikaner.
Ab jetzt ist es moeglich, nicht das Gewicht zu verringern, indem Sie dem Stoffwechsel weniger Nahrung zufuehren, sondern indem Sie ihn dazu antreiben, di e aufgenommenen Naehrstoffe besser zu verbrauchen. Und zwar so wirkungsvoll, dass auch die hartnaeckigen „Rettungsringe“, die sich ueber Jahre abgelagert haben, dabei verbraucht werden.
Mit anderen Worten: Ich darf genausoviel fressen wie sonst, nehme aber trotzdem ab, weil ich mehr Energie verbrauche? Die Diät kenne ich schon, nennt sich SPORT!
Sie haben noch Zweifel?
Nur unwesentliche.
Probieren Sie es und Sie werden gleich ueberzeugt werden,…
Ich werde überzeugt werden? Klingt irgendwie nach Mafia gell? (Mein Vater machte ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte.)
…denn Sie werden quasi mitverfolgen koennen, wie Ihre Fettpolster sich reduzieren.
An meine Fettpolster lasse ich nur Wasser und Jennie Aniston. Also Finger weg!
So werden Sie sozusagen von selbst schlank.
Na so ein Glück, dann kann ich mir den Besuch ihrer Seite ja sparen.
http://zipuc.com/FWt2
leckmichdochfett.de
Mit netten Gruessen
Du mich auch!
Dr. Vallie Kaub
Prof. Dr. Dr. Dr. hc. habil. dingens. Roland Schwarzer
Alle Jahre wieder
7 Dezember 2009wenn es in Deutschland so recht gemütlich wird, weil angeblich vor 2000 Jahren eine Jungfrau [sic!] ein Kind in einem Stall in Bethlehem entbunden haben soll, weshalb nun jedes Jahr die Fenster und Türen mit blinkenden und glitzernden Lichtern geschückt werden, daß man schier den Weg zum Lieblingsbordell nicht wiederfindet, kommen die Medienmenschen daher, die ihr Handwerk in der Schmalzbäckerei erlernt haben, und stellen der Menscheit, vertreten durch allerlei Prominenz, die Gretchenfrage, wie man es nämlich mit der Religion halte.
Und weil nun auch an der Prominenz die Krise nicht vorübergeht, und ja irgendwie das Schmalzgebäck auf den Weihnachtsteller kommen muß, (oder vielleicht auch, weil die Prominenz nur deshalb prominent ist, weil sie zu jedem Scheiß was zu sagen hat) finden sich stets genügend Flachpfeifen, die mit strahlenden Kinderaugen davon erzählen, wie toll es seinerzeit war, wenn man barfuß durch den Schnee lief, um nur ja rechtzeitig bei der Weihnachtsmesse zu sein. Man hatte ja nicht viel, damals in den 70gern, aber das wenige hat man geteilt, und überhaupt, diese furchtbare Kommerzialisierung des Festes, sei schon irgendwie traurig. Nicht weniger traurig ist es dann natürlich, wenn manche Kinder gar keine Geschenke bekämen, und dann die armen Tiere die bald überall ausgesetzt würden, und überhaupt und sowieso.
Alternde Schauspieler, vorzugsweise weißhaarig, lesen aus der Bibel vor, und jeder, der nicht schnell genug Selbstmord begehen konnte, muß dann noch mal sagen, wie toll er die Weisheit der Bibel findet, und das er fände, daß uns das alte Buch, auch heute noch viel zu sagen hätte. *Öööörrrghs*
Auf dem SPIEGEL-Titelblatt wird Hitler vorübergehend durch Jesus ersetzt, in Fernsehen läuft zum phantastilliardensten Male Loriots Weihnachtssketch über Familie Hoppenstedt (früher war mehr Lametta), „Der kleine Lord“, „Die Geister die ich rief“ und natürlich „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, und im Radio läuft „Last Christmas“. Ich bin dann mal wieder im Fernsehstreik.
Die Werbung verkauft mir jeden noch so blöden Dreck als „Ideales Weihnachtsgeschenk“, sei es nun Haarspülung, Klodesinfektionsmittel oder einen Gutschein für den Altersruhesitz von Opi.
Politiker faseln von Verantwortung, und daß man sich doch Zeit für andere nehmen soll, gerade so, als ob die verstünden wovon sie reden.
Und natürlich singt und klingt es allerorten von Nächstenliebe und dem Fest der Familie. LECKT MICH DOCH FETT!! (mehr…)
Nikolaus ist ein Sackgesicht. Nämlich!
6 Dezember 2009Und wieder ein Jahr, wo ich mir meine Nikolausgeschenke selbst kaufen muß. Hab ich das verdient?

