Archiv für die Kategorie ‘puschlige Kirche der heiligen Faulpelze’

Sehr geehrte Bundesregierung

10 Dezember 2009

Wir, die frommen und tiefgläubigen Anhänger der PKHF™, fordern hiermit die sofortige Einführung des Rechts auf Winterschlaf für Menschen, bei vollen Lohnausgleich und Erhalt der Rentenversicherungsansprüche. Ein solcher Schritt würde nicht nur unser Recht auf  freihe Religionsausübung sicherstellen, sondern auch zur Behebung der ökonomischen und ökologischen Probleme Deutschlands beitragen.
Steht nicht geschrieben: „Wahrlich ich sage Euch, Wer da schläft den ganzen Winter, sündigt nicht“?

Mit freundlichen Grüßen

Roland Schwarzer
i.A. für das internationale  Aktionsbündnis Hibernation-Now!
(Nach Diktat verschlafen)

Kampftag der Arbeiterklasse. Hibernation-Now!

Viel zu früh

25 November 2009

Ich liebe es früh aufzustehen.

D.h. um ganz genau zu sein, hasse ich es früh aufzustehen, denn was auch immer Theologie und Evolutionsbiologie behaupten, weder habe ich mit Affen gemeinsame Vorfahren, noch stamme ich von Gott ab. Meine Vorfahren hießen Bär oder Murmeltier. Und deshalb neige ich auch eher dazu, mich morgens noch mal rumzudrehen. Nun ist es zwar theoretisch denkbar, daß irgendwanneinmal ein Affenvorläufer ein Murmeltiervorläufer, oder Gott eine Bärin flachgelegt hat*, aber das führt hier eindeutig zu weit.
Jedenfalls hasse ich es früh aufzustehen, aber ich habe mindestens zwei plausible Gründe trotzdem früh den Arsch hochzukriegen. Erstens hasse ich es nämlich noch vielmehr, bis 18:00 Uhr auf Arbeit rumzuhängen, und zweitens hat Chef grad Urlaub, und die Gelegenheit ungestresst zu arbeiten, muß man ja ausnutzen.
Mit anderen Worten, ich liebe es auszuschlafen, ich komm nur zu selten dazu, weil ich meinen Arbeitstag hinter mich bringen will. Ob es nun aber besser ist, früh oder spät zur Arbeit zu kommen, wo man doch trotzdem insgesamt 8h mit Arbeit verschwendet, ist freichlich Glaubenssache.

Wobei…, Glaube und Frühaufstehen ist ja auch wieder so ne Sache. Katholiken halten Trägheit für eine Todsünde, Protestanten interpretieren Wohlstand nicht selten als Zeichen der Erwählung, und versauen sich glücklich das Leben durch Fleiß und Arbeit**, Moslems sollen in Demut den Aufgaben des Tages nachgehen*** und Buddhisten fegen oft den ganzen Tag den Klosterhof um zur Erleuchtung zu finden. Den Juden ist immerhin für die Erfindung des Wochenendes zu danken, was schon mal nicht schlecht ist, aber ansonsten ist das Judentum auch nicht gerade für Müßigang berühmt geworden.
Einzig die PKHF™ hat den Wert der Faulheit richtig erkannt, hat allerdings den Nachteil, daß man damit den Arbeitgeber nicht im Mindesten beeindrucken kann.

Zurück zum Thema: Früh aufzustehen, obwohl einem die Eltern Langschläfrigkeit ins Genom gepackt haben, ist so ziemlich das Blödeste was man machen kann. Man geht ja schließlich auch nicht ins Bett wenn man nicht müde ist, oder isst, obwohl man keinen Hunger hat. Gerade in Deutschland macht man das aber natürlich trotzdem, um 18:00 Uhr wird geabendbrotet, und ins Bett geht’s nach den Tagesthemen. Komme Was Da Wolle!

Hmm. Was wollte ich eigentlich erzählen? Ach so: Das ich viel zu müde bin, um überhaupt irgendwas zu erzählen. Schönen Tach noch. :mrgreen:

 

 

 

 

*He, der Typ bumst auch fremder Leute Jungfrauen! Solchen Leuten muß man alles zutrauen!
** Na ja, zumindest Calvinisten neigen gern mal dazu, unentspannt auf Faulhheit zu reagieren.
*** „Denn der Islam fördert die Arbeit und ist dem Müßiggang und der Passivität abgeneigt.“ (hier)

Wenn ich kurz mal religiös werden darf?

11 November 2009

Die PKHF™ ist bekanntermaßen die einzige Kirche der Welt, die ohne Götter und sonstiges übernatürliches Geschwurbsel auskommt. Allerdings ist unsere Kirche auch überaus undogmatisch, und ist durchaus bereit selbst Götter aufzunehmen, sofern diese denn ihre Existenz beweisen können. Ich möchte deshalb vorschlagen, die Göttin „Gausu Mate“ als Ehrenmitglied in die PKHF™ aufzunehmen, und bitte darum, die „Mutter der Faulheit“ herzlichst willkommen zu heißen.

Vielen Dank für Aufmerksamkeit, und Sie dürfen sich jetzt wieder hinlegen. :mrgreen:

PS: Wo wir grad bei Glaubensfragen sind, möchten Sie vielleicht kurz noch mal zu 11k2 rüberflitzen, und sich dort für die Petition für Trennung von Kirche und Staat interessieren? Danke.

Immernoch krank

6 November 2009

Vielen Dank, liebe Leserschaft, für die vielen aufrichtigen Genesungswünsche im vorangegangen Beitrag, . :mrgreen: Ich fürchte aber, ein paar Tage wird es noch dauern, bis ich mich wieder aufgerappelt habe. Dem Gesetz der größten Schweinerei zufolge, geht es mir am Sonntag garantiert wieder prima. *Seufz*
Den Anhängern der PKHF™ bietet es aber immerhin Gelegenheit, sich einmal mit der Religion der Open Sourceology X auseinanderzusetzen, die ein paar interessante Gebote aufgestellt hat, und offenbar wie wir gänzlich ohne Götter auskommt.

Wir hören dann Sonntag wieder voneinander. (mehr…)

Und jetzt alle!

30 Oktober 2009

„Oh no no, I never go to work…“

gesehen beim Wahrsagerchecker

Hummeln hört die Signale!

29 Oktober 2009

Dank eines Artikels unserer Wunderbaren Welt des Wissens bin ich auf ein Thema aufmerksam geworden, das offenbar schon vielzulange der Öffentlichkeit verschwiegen und verheimlicht wurde.
Wie ursprünglich die Riesenmaschine berichtete, ist es offenbar gängige Praxis zu Bestäubung von Tomaten statt Bienen Hummeln einzusetzen. „Ei na und?“ mag jetzt der eine oder andere fragen: „Was soll daran so schlimm  sein? Is doch schon schön wenn auch Hummeln nicht bummeln? Gnihi.“ „Ja freilich“ sag ich da: „Auch Hummeln sollen nicht darben, aber erstens bin ich für schlechte Reime zuständig, und zweitens geht es hier nicht um Hummelarbeit ansich, sondern um die Gründe, warum man statt Bienen Hummeln einsetzt.“ Welche dies sind, darüber klärt uns mit kaum verholenen Zynismus die Hummelbestäubungsinformationsseite auf.
Hummel so heißt es dort, hätten ein höheres Arbeisttempo, könnten mehr tragen und wären „darüber hinaus anspruchsloser in Bezug auf ihre Arbeitsbedingungen.“ Ha! Wird die Hummel der Türke des 21Jh.? Günter Wallraff wo bleiben Sie? Auch wären Hummeln noch bei „geringer Lichtintensität aktiv“ und ließen sich auch „von starkem Wind und leichtem Regen nicht abschrecken.“ Mit anderen Worten, die schuften auch noch bei Bedingungen, bei denen man keine Biene nach draussen jagen würde. Ja? Soll das damit gemeint sein? Frechheit.
Das wichtigste Argument für die Hummelbestäubung ist aber, daß “dass sie [Hummeln] kein Kommunikationssystem haben“, weshalb sie einander nicht über einträglicher Quellen in formieren können.
Oder wie die Riesenmaschine sagt: „Während Kollegin Biene ihren Co-Bienen vortanzt, dass jenseits der langweiligen Tomaten viel leckerere Blüten warten, ist die dicke Hummel so doof, nur dort bestäubend herumzubrummen, wo man sie ausgesetzt hat.
Man nutzt hier offensichtlich die kommunikative Behinderung der Hummeln aus, und zieht schnöden Profit daraus!

Wir, die PKHF™ verurteilen die schamlose Ausbeutung des puschligsten Insektes aller Zeit, auf’s Allerschärfste, und fordern mit aller Deutlichkeit, mit dieser Hummelfeindlichkeit einzuhalten! Hiermit laden wir ein zur Gründung der „Initiativgruppe Hummel Hummel – Mors Mors“, und erwarten zahlreiche Unterstützung.

Zurück in die angeschlossenen Irrenhäuser!

 

Aber was mich wirklich mal interessiert: Wie schmeckt eigentlich Hummelhonig? Und wie Tomatenhummelhonig? Hat irgendwer Erfahrungen?

50 Wochen Training KW12

23 Oktober 2009

Ganz im Sinne der PKHF™ habe ich es in letzter Zeit eher ruhig angehen lassen, was meiner sportlichen Entwicklung aber nicht eben weiterhilft. Gerade mal 39% der möglichen Trainingstermine habe ich wahrgenommen und so richtig intensiv war das Training auch nicht. Aber, das wird jetzt wieder anders. Jawohlja!

Übrigens,wer schon immer mal wissen wollte, wie es sich anfühlt, wenn beim Triathlon 200 Leute gleichzeitig starten,dieses Video zeigt ein sehr realistisches Szenario:


Wochenergebnisse: (mehr…)

Eine Arbeitsstelle fur alle!

9 Oktober 2009

Donnerwetter! Da träumen Poltiker schon seit hundert Jahren von Vollbeschäftigung, aber es müssen erst die Amis kommen, daß das was wird.

(mehr…)

3 Tage

24 September 2009

3 Tage hat es gedauert, mich allein durch den Berg liegengebliebener Arbeit zu wühlen, den meine urlaubsbedingte Abwesenheit hat entstehen lassen. Da fragt man sich doch, warum man überhaupt in den Urlaub geht. Und wenn sich dann erst mal rumgesprochen hat, daß man wieder zur Verfügung steht, hört das Telefon nicht mehr auf zu klingeln, weil alle ganz schnell ihre Sorgen loswerden müssen, die sich laaange drei Woche sonst keiner anhören wollte. *Seufz*
Chef wird langsam eigenartig auf seine alten Tage. Irgendwie scheint er die Freuden der Bürokratie für sich entdeckt zu haben, jedenfalls will jetzt andauernd für jeden Scheiß „Statusmeldungen“ und „Zwischeninfos“ und muß jedes Problem haarklein erklärt kriegen. *Doppelseufz*
Überhaupt ist das Problem mit der Arbeit ja eigentlich nicht, daß man sich anstrengen muß, um einen einigermaßen gesicherten Lebensunterhalt zu verdienen, und auch nicht, daß man ein ganze Reihe von Sachen lieber täte, als arbeiten. Nein, das wahre Problem der Lohnarbeit besteht in der Fremdbestimmung. Ich erklär das mal kurz: Früher, als der Mensch noch fröhlich durch die Steppen und Wälder zog, und nur so lange an einem Ort blieb, wie es dort ausreichend Mammuts und Kannichen gab, wurde die Notwendigkeit zur Arbeit ausschließlich von den elementarsten Bedürfnissen bestimmt. Wenn man Hunger hatte, brachte man mal eben ein Mammut um, und den Rest der Woche hatte man satt zu essen. Bei evtl. Kältegefühlen tackerte man allerlei Hamster und Zwergkaninchen aneinander und für den Rest des Lebens hatte man einen prächtigen Pelzmantel. Alles in allem also mußte man nicht wirklich viel arbeiten.  Natürlich gab es auch schon damals Leute, die bestimmten wo es langging. Meist waren das die Leute, die wußten wo und wie man die frischesten Mammuts ernten konnte und wo die pelzigstens Tierchen ihrer natürlichen Metamorphose zum Mäntelchen harrten.
Das ist im Prinzip auch heute noch so. Der Rudelführer bestimmt das Ziel und das Rudel bringt das Mammut um. Mit dieser Art Fremdbestimmung könnte ich nun auch noch umgehen.
Nun ist es aber so, daß es mittlerweile nicht mehr nur einen Rudelführer gibt. Denn durch die Erfindung des Telefons und der elektronischen Post (mögen ihre Erfinder auf ewig in der Hölle schmoren) wurden wir alle zu kleinen Mitbestimmern, die einander rund um die Uhr mit allen möglichen Aufgaben, Problemen und Sorgen belästigen können. Jeden Tag bekomme ich etwa 35 eMails und 15 Telefonanrufe und jede(r) einzelne bedarf unmittelbarer dringender Aufmerksamkeit und Bearbeitung.
Statt eines Rudelführers habe ich jetzt also 50 Anführer, die noch dazu allesamt unterschiedlicher Ansicht darüber sind, welches Mammut zuerst zu killen ist. *Seufz*
Das trägt nun sicherlich nicht zur Arbeitsfreude bei und zur Lebensfreude schon mal gar nicht. Weshalb es auch nur eine Lösung für das Problem gibt, indem man sich nämlich auf das Wesentliche des Lebens konzentriert. Kuchen essen, Füße hochlegen und den Kindern beim Spielen zugucken.

Ich werd heut seeehr pünktlich Feierabend machen. :D

Nichts

20 September 2009

3 Wochen Urlaub nähern sich ihrem Ende und weil die Götter der Lohnsklaverei es so wollen, muß ich morgen wieder meinen faulen Kadaver zur Arbeit schleifen, wo so sicher wie der Untergang des Abendlandes ein Haufen liegengebliebener Arbeit auf mich wartet.  Und obschon dies Grund genug wäre, desterhalb in eine veritable Melancholie zu verfallen, will ich mir zumindest für heute noch nicht die Lebensfreude versauen lassen. Zumal ich doch immerhin drei Wochen Zeit hatte genau das zu tun, was ich am besten kann. Nichts. Oder zumindest nichts, was meine vorbildlichen Erzieher je als „sinnvolle Freizeitbeschäftigung“ bezeichnet hätten. Aber wer kümmert sich schon um die Meinung von Erziehern.
Nun mag man einwenden, daß es aus philosophischen und praktischen Gründen gar nicht möglich ist, Nichts zu tun, und in der Tat tat ich natürlich Einiges, das zu berichten aber nicht lohnt. Wen würde es schon interessieren zu erfahren, daß ich meine Tage lesend im Park verbrachte oder allerlei leckere Süßigkeiten zubereitete. Davon einmal abgesehen, führt Philosophie bekanntermaßen zu Schwermut, und hierzu werde ich morgen früh genügend Gründe finden, wenn ich mein Postfach öffnen werde. Ich rechne mit mindestens 300 überfälligen eMails. *Seufz*
Aber dazu morgen mehr. Denn statt zu seufzen und zu stöhnen, werde ich mir lieber einen Apfelauflauf zaubern, mich des Sonntags erfreuen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen.. Solltet ihr jetzt übrigens auch tun.

Es lebe die Barfüßigkeit!